Christoph Brüske begeistert in Baesweiler die Zuhörer

Jubelsturm nach 30 Sekunden : Christoph Brüske begeistert die Zuhörer

Christoph Brüske ist noch keine 30 Sekunden auf der Bühne, da räumt er schon den ersten Jubelsturm ab. In der von ihm ernannten „Willi-Linkens-Arena“ – dem Kulturzentrum der Burg Baesweiler – haut Brüske die erste Pointe heraus.

„Ich hab mich mal in Baesweiler umgesehen. Hier gibt es ja mehr Tempo-30-Zonen als SPD-Wähler“. Und überhaupt, „während Japans Kaiser Hirohito nach 35 Jahren abdankt, ist Willi Linkens immer noch im Amt“.

Dafür bekommt der Baesweiler Verwaltungschef dann den Titel „Tenno vom Öcher Land“ vom Kabarettisten verliehen. Brüske ist im Rahmen der Reihe „Kultur nach Acht“ nicht zum ersten mal in Baesweiler. Hier kommt er immer wieder gern hin, denn hier ist er ein ganz Großer des feinen Humors.

Fußball ist sein Sport

Fußballfreunde wissen, das ist „sein“ Sport. Dem er sich ausführlich widmet. „Kölle“-Fan Christoph Brüske kokettiert mit der Leidensfähigkeit der FC-Anhänger. „Letztens hat mich doch die Kassiererin im Supermarkt gefragt, ob ich Punkte sammele. Nein, ich habe ihr erklärt, dass ich FC-Fan bin“. Die nächste Frage an das Publikum in der ausverkauften Alten Scheune: „Kennen Sie das beliebteste Zweitliga-Menü? Hamburger mit Kölsch“!

Er selbst hat ja einen ganz eigenen Sport zu seiner Lieblingsdisziplin gemacht: „Ritter Sport in quadratischer Form“. Dann erzählt er von einem Ausflug nach Sandhausen. Dorthin hat er den FC begleitet und sah vor einer Kneipe die Informationstafel: „Ab 13 Uhr Sandhausen gegen Köln. Im Anschluss Fußball“.

Beißender Humor

Seine Vorausschau auf die Weltmeisterschaft 2022 in Katar, die in der Adventszeit ausgetragen wird, bringt er singend herüber. Zur Melodie „Klingglöckchen, klingelingeling“, singt Brüske „Lauf, kleiner Boaboateng . . .“! Beißend auch die Feststellung, „ob Blatter oder Grindel, alles nur Gesindel“.  

Was beschäftigt Deutschland? Da kommt der aus Niederkassel-Rheidt stammende Künstler zur Feststellung, „Hacker, die die Kartoffelsuppen-Rezepte von Angela Merkel oder Nacktfotos von Peter Altmaier ins Netz stellen“. Auch der neue Traumschiffkapitän Florian Silbereisen bekommt sein Fett weg. „Ich glaube, Florian Silbereisen wäre der erste Käptn, bei dem die Leute freiwillig in die Rettungsboote steigen“. Zu Berlin fällt ihm ein, „Berlin, dort ist die erste Fluggesellschaft (Air Berlin) schon pleite, bevor der Flughafen fertig gestellt wird. Auch zum Thema Datenschutz hat er passendes. „Wenn ich Auto fahre, blinke ich nicht. Es geht niemanden etwas an, wo ich hinfahren will“

Zwei Stunden Lachen am Stück

Zwei Stunden greift der Kabarettist heftig die Lachmuskeln an, bis der Spaß“ vorbei ist. Ein Riesenspaß...

(mali)
Mehr von Aachener Nachrichten