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Baesweiler: Programm von „Kultur nach 8“ im Jahr 2021

Programm von „Kultur nach 8“ in 2021 : Ein Mix aus Kabarett, Comedy und Musik

„Kultur nach 8“ geht auch 2021 weiter. Neben brillantem politischem Kabarett wird das Publikum auch im kommenden Jahr immer wieder mit neuen, ungewöhnlichen, nicht selten auch schrägen Blickwinkeln auf die kleinen, alltäglichen Erfahrungen und Widrigkeiten des Lebens konfrontiert.

Der Start der Reihe ist aufgrund der Coronavirus-Pandemie und den damit einhergehenden Maßnahmen, die bis in den Januar hinein andauern, erst für Februar geplant. Die Gastspiele werden voraussichtlich zunächst weiterhin im Pädagogischen Zentrum des Gymnasiums stattfinden, da dort die Vorgaben der Coronaschutzverordnung einzuhalten sind. Sobald es die Infektionslage zulässt, wird wieder in der Scheune der Burg Baesweiler gespielt. 

Mit Ausnahme des Aprils bleibt es beim ersten Donnerstag im Monat. Beginn der Veranstaltungen ist 20.08 Uhr. Abonnements für nunmehr elf Vorstellungen kosten 90 Euro, Einzelkarten weiterhin zehn Euro. Der Kartenvorverkauf ist noch nicht terminiert, er wird zu gegebener Zeit auf der Homepage der Stadt Baesweiler, www.baesweiler.de, und in dieser Zeitung bekanntgegeben. 

Los geht das Programm am 4. Februar. Lokalmatador und Publikumsliebling Jürgen Beckers alias Jürgen B. Hausmann gastiert mit „Trotz allem: Jenau! Alaaf und Helau“. Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen.  

Ein kabarettistisch-komödiantischer Rückblick, pointierte Politsatire, intelligent Schwachsinniges, abgedreht Wortwitziges und tiefgründig Humoristisches erwartet die Zuschauer am 4. März, wenn Frank Küster seine „8 nach 8 – Die Küster Nacht“ präsentiert. Neben seinem kongenialen „Baesweiler Burgorchester“ mit den Musikern Andreas Hirschmann und Marcel Mader wird er auch im nächsten Jahr wieder einen Gaststar und einen Open-Spot im Gepäck haben. Traditionell kommt Frank Küster noch ein zweites Mal nach Baesweiler und wird am 1. Juli aufs Neue den Beweis antreten, dass ihm auch zur hirnrissigsten Politikeridee, zur peinlichsten sportlichen Blamage regionaler oder überregionaler Mannschaften, zum dämlichsten Showsternchen, zur überflüssigsten wissenschaftlichen Erkenntnis und zum schlechtesten Wetter noch etwas Witziges einfällt. Hochaktuell, bissig, manchmal politisch und manchmal auch einfach nur albern arbeitet er für sein Publikum noch einmal die Aufreger der vergangenen Tage und Wochen auf.  

Am 8. April heißt es „Theisen Total – Ein Tollpatsch gibt Vollgas“. Johann Theisen ist Komiker, Zauberer und Musiker - und zwar einer von der ganz lustigen Sorte. Die Ulknudel aus Stuttgart hat ihr Leben lang hart dafür gearbeitet, sich einen echten Tollpatsch nennen zu können, und das hat der „weiße Tyson“ geschafft.

Mit Christoph Brüske ist am 6. Mai ein alter Bekannter zu Gast. Mit der Bühneninterpretation seines Erfolgsbuches „Virulent“ gelang dem ehemaligen Springmaus-Mitglied als erstem eine Chronik der Pandemie mit satirischen Mitteln. Das Destillat seines literarischen Tanzes auf dem Vulkan liegt nun als eigens inszeniertes Ein-Mann-Stück vor. Brüske packt die Quintessenz seiner 33 Buchkapitel in eine Mischung aus Lesung, Stand-up-Comedy, Gesang und Typenkabarett.  

Am 3. Juni ist die die Klavierkabarettistin Anne Folger mit ihrem Programm „Selbstläufer“ in Baesweiler. Eigentlich wäre sie bereits im Juni dieses Jahres in Baesweiler aufgetreten, die Veranstaltung musste coronabedingt jedoch verschoben werden. Anne Folger verbindet klassische Hochkultur und scharfzüngige Kleinkunst.

Auch der populäre WDR-Hörfunkmoderator und Kabarettist Stefan Verhasselt holt seinen verpassten Auftritt im kommenden Jahr am 5. August nach. Aus seinen Beobachtungen, Aufregern und kuriosen Erlebnissen der vergangenen Jahre hat der Niederrheiner die besten ausgesucht und für sein 5. Soloprogramm „Kabarett 5.0 – Zwischen den Zeilen“ so geschickt miteinander verbunden, dass aus Zwischentönen ganz neue Welten entstehen.  

Johannes Flöck, der im November kurzfristig eingesprungen wäre und dann doch nicht auftreten durfte, ist im kommenden Jahr am 2. September ebenfalls dabei. In „Entschleunigung –  aber zack, zack!“ bietet er ganz persönliche Denk- und Humoranstöße, die eigene Situation neu zu betrachten. In einer Leistungsgesellschaft, in der man selbst beim Entspannen unter Bewertungsdruck steht und an Maßstäben von Effizienz gemessen wird, erfüllt dieses keinen Selbstzweck mehr, sondern gleicht dem Erbringen einer Höchstleistung. Der Achtsamkeitswahn nimmt dabei bedenkliche Formen an: Kürzer, schneller, weiter, besser muss es gehen. 

In „BÖST of: Ein Lästermaul fasst zu(sammen)“ vereint Ludger K. am 7. Oktober seine fiesesten Frotzeleien aus vier Jahrzehnten Realitätsverweigerung. Ganz bewusst geht er damit sowohl in größere Spielstätten als auch in ganz kleine Pinten. Und: Die Setliste variiert, neben Klassikern gibt es stets auch ein paar brandneue Ideen. Als bekennender Konservativer genießt Ludger K. ein Alleinstellungsmerkmal im deutschen Kabarett, hat einen ausgeprägten Sinn für schwarzen Humor und ist als unkonventioneller Varieté-Moderator in ganz Deutschland gefürchtet.

Seit 20 Jahren begeistert Jürgen B. Hausmann nun schon mit seinem wunderbaren Kabarett „direkt von vor der Haustür“. Das möchte er auch bei seinem zweiten Auftritt in Baesweiler am 4. November mit Auszügen aus seinem Jubiläumsprogramm „Jung, wat biste jroß jeworden!“ tun. Dank seiner ausgezeichneten Beobachtungsgabe und seines Gespürs für Komik verwandelt der Kabarettist alltägliche Situationen und „Menschen wie Dich und mich“ in treffsichere, amüsante Geschichten und echte Originale. Oder verarbeitet sie in seinen herrlichen Gesangsnummern, bei denen ihn sein langjähriger musikalischer Partner Harald Claßen unterstützt. 

Für die Veranstaltung am 2. Dezember war ursprünglich ein Auftritt von Hastenraths Will geplant, der leider Anfang des Monats mit nur 51 Jahren verstarb. Christian Macharski war in seiner Paraderolle als schrulliger Landwirt Hastenraths Will mit Parka, Käppi, Gummistiefel und dicker Brille aber auch als Mitglied des Rurtal-Trios immer ein gern gesehener Gast in Baesweiler, der der „Kultur nach 8“-Reihe fehlen wird.