Baesweiler hofft auf Zuschuss des Landes für Sonderpreis

Heimat im Blick : Ministerin Ina Scharrenbach besonders verbunden

Die Stadt Baesweiler ist Heimatministerin Ina Scharrenbach in besonderer Weise verbunden – und umgekehrt. Die CDU-Ministerin, deren vollständige Amtsbezeichnung Ministerin für Heimat, Kommunales, Bauen und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen lautet, wurde von der Stadt Baesweiler im Januar mit dem „Baesweiler Löwen“ ausgezeichnet.

Sie revanchierte sich prompt mit der Einführung des Sonderheimatpreises Siebenbürger Sachsen. Gerade diese Landsmannschaft prägte das Nachkriegs-Baesweiler mit. Scharrenbach hat sich besonders der Pflege des Heimatgefühls und damit verbundener Aktivitäten verschrieben. Dazu gehört das Landesförderprogramm „Heimat-Preis“ zur Förderung und Stärkung der Heimat in NRW. Gefördert wird, was verbindet.

Das Programm läuft bis 2022. Jährlich muss jede Kommune, die daran teilnehmen und davon profitieren möchte, einen Förderantrag an die Bezirksregierung Köln richten. Entsprechendes hat jetzt der Stadtrat Baesweiler beschlossen. Geehrt werden können Einzelpersonen, Gruppen und Vereine, die sich in herausragender Weise um die Pflege der Heimat, der Geschichte der Stadt Baesweiler, das Brauchtum dort, lokale Kultur und Tradition, das Nachbarschaftswesen oder weitere Heimatbereiche verdient gemacht haben.

Eine Jury, bestehend aus dem Bürgermeister und vier weiteren Personen, sichtet die eingereichten Unterlagen und trifft die Empfehlung für eine Preisverleihung. „Der Stadtrat wählt den/die Preistragenden“, so die Regularien. Dabei sind zwei Varianten möglich. Entweder wird ein Einzelpreisträger bestimmt, der 5000 Euro erhält, oder zwei, wobei der an Nummer 1 gesetzte 3000 und die Nummer 2 immerhin noch 2000 erhalten. Die Preisverleihung muss bis zum 31. Dezember des Jahres „in einem würdigen Rahmen vorgenommen werden“.

Allerdings macht der Rat die Auslobung des Preises von der Förderung abhängig. Sollte das Land nicht 5000 Euro springen lassen, wird nichts daraus.