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Appell an alle Erwachsenen: Keinen Alkohol für Kinder und Jugendliche

Appell mit Blick auf den Straßenkarneval : Keinen Alkohol für Kinder und Jugendliche!

An den tollen Tagen sind die Närrinnen und Narren wieder außer Rand und Band. Leider lasse sich feststellen, so die Stadt Baesweiler, dass an diesen Tagen nicht nur Erwachsene, sondern auch immer mehr Kinder und Jugendliche zur Flasche greifen, sei es aus Gruppenzwang, sei es, um als erwachsen zu gelten.

Bilder von betrunkenen Jugendlichen und Kindern hätten in der Vergangenheit immer wieder Anlass zur Besorgnis gegeben...

Nicht selten hat deren Verhalten auch zu einer gesteigerten Aggression gegen andere geführt. Dabei hat das Gesetz zum Schutz von Kindern und Jugendlichen klare Regelungen gesetzt. Alkoholausschank bzw. -verkauf und die Weitergabe an Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren sind nach dem Jugendschutzgesetz strengstens verboten. Ab 16 Jahren sind Bier und Wein sowie Mixgetränke mit Bier und Wein erlaubt. Harte alkoholische Getränke wie Schnäpse, Liköre und deren Mixgetränke (sog. branntweinhaltige Getränke) dürfen an Personen unter 18 Jahren weder abgegeben werden, noch darf ihnen der Konsum in der Öffentlichkeit erlaubt werden.

Die vom Festkomitee Baesweiler Karneval organisierten Veranstaltungen finden wieder im Festzelt im Bereich des Parkplatzes Am Feuerwehrturm statt. Organisatoren und Betreiber seien wieder darauf hingewiesen worden, die Vorschriften strengstens einzuhalten, auch wenn Erfahrungen der vergangenen Jahre gezeigt hätten, dass Kinder und Jugendlichen alkoholische Getränke nicht vor Ort erhalten, sondern offenbar von anderen Stellen mit zum Straßenkarneval gebracht haben.

Deshalb sind besonders Eltern, Verwandte, Bekannte und Freunde der Kinder gefordert, so die Stadt: „Unterstützen Sie uns und helfen Sie bitte mit, Kinder und Jugendliche zu schützen! Wenn nicht die Erwachsenen, wer sollte den Kindern dann ein Vorbild sein?“ Häufig würden die Kids regelrecht zum Alkoholkonsum animiert. Dem müsse mit Zivilcourage entgegengewirkt werden.

Um einen reibungslosen Ablauf der Feierlichkeiten zu gewährleisten, sind wieder die Polizei, der Streetworker sowie das Ordnungsamt auf dem Veranstaltungsgelände vertreten. Damit an den närrischen Tagen das Feiern für Jung und Alt im Mittelpunkt steht und die Stimmung nicht durch den Anblick von „Schnapsleichen“ getrübt wird.

(red)