Baesweiler: Versuchte Tötung am Carl-Alexander-Park

Erkenntnisse zum versuchten Tötungsdelikt in Baesweiler : Opfer angefahren und über zehn Meter mitgeschleift

Zumindest einen Schritt weiter sind die Ermittler in Sachen versuchtes Tötungsdelikt im Carl-Alexander-Park (CAP). Der Vorfall hatte sich am frühen Sonntagmorgen, 15. Juli dieses Jahres, im Bereich des Parkplatzes ereignet.

Aufgefunden wurde seinerzeit ein lebensgefährlich verletzter Mann, der zunächst nicht vernehmungsfähig war. Die Umstände, die zu seinen schweren Verletzungen geführt hatten, waren unklar, ebenso, wer gegen 4.20 Uhr den Hilferuf abgesetzt hatte. Die Kripo sicherte umfänglich Spuren im Bereich des dazu weiträumig abgesperrten Carl-Alexander-Parks. Mehrere Nachfragen unserer Zeitung bezüglich des Ermittlungsstands mündeten in den Tagen danach in weitere Fahndungsaufrufe.

Jetzt allerdings hat das Opfer vernommen werden können, wie Oberstaatsanwältin Katja Schlenkermann-Pitts auf Anfrage bestätigt. So hat die Staatsanwaltschaft Aachen nunmehr ein Ermittlungsverfahren „gegen eine bislang unbekannte Person“ eingeleitet, unter anderem wegen des Verdachts des versuchten Totschlags.

Demnach habe der unbekannte Täter das 39 Jahre alte Opfer gegen 4.15 Uhr in besagter Nacht auf dem Parkplatz am Carl-Alexander-Park zielgerichtet angegriffen, nämlich indem er mit einer dunklen Limousine auf den Mann zugefahren sei, ihn frontal erfasst und etwa zehn bis 15 Meter mitgeschleift habe.

Dann sei der Täter mit seinem Fahrzeug in eine unbekannte Richtung geflüchtet, das schwer verletzte Opfer am Boden liegend zurücklassend. Der 39-Jährige erlitt durch das Überrollen Brüche des Schlüsselbeins und der Beine und musste noch in der Nacht notoperiert werden, schon sonntags war er außer Lebensgefahr. Die Hintergründe der Tat, so die Staatsanwaltschaft, sind weiterhin unklar.

Deswegen ergeht ein erneuter Fahndungsaufruf: Sollten Zeugen in diesem Zusammenhang im Tatzeitraum verdächtige Wahrnehmungen im Bereich des Parkplatzes am Carl-Alexander-Park oder der in der Nähe befindlichen Shisha-Bar gemacht haben, werden sie gebeten, sich an das zuständige Fachkommissariat des Polizeipräsidiums Aachen, KK 11, zu wenden, Telefon 0241/9577-31101, außerhalb der Dienstzeiten 0241/9577-34210.

(bea)
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