Baesweiler: Baesweiler: Abwasser- und Müllgebühren steigen

Baesweiler: Baesweiler: Abwasser- und Müllgebühren steigen

Eigentlich ist es eine fabelhafte Entwicklung: Das Autowaschen vor der Haustür ist verpönt, Spül- und Waschmaschinen verbrauchen viel weniger Wasser als früher, und das Wässern des Gartens wird gemeinhin mit Hilfe der Regentonne erledigt.

Was der Umwelt und dem privaten Geldbeutel zugute kommt, wirkt sich andererseits negativ auf den städtischen Gebührenhaushalt aus. Denn die auch nach dem Frischwasserverbrauch berechnete Abwassergebühr steigt fast zwangsläufig, wenn bei konstanten Fixkosten insgesamt weniger Wasser durch den Zähler der Haushalte fließt. Folge: Die Gebühr steigt.

Für die Baesweiler Bürger bedeutet dies, dass 2010 je Kubikmeter Schmutzwasser 2,77 Euro fällig werden. Bislang waren es 2,56 Euro. Und jeder Quadratmeter an das Kanalnetz angeschlossener Grunstücksfläche schlägt künftig mit 1,08 Euro (bisher 1,05 Euro) zu Buche.

Keine gute Kunde kommt aus dem Haupt- und Finanzausschuss auch in puncto Müllgebühren. Diese werden steigen. Die Verwaltung hatte für das laufende Jahr einen wesentlich höheren Ertrag aus dem Verkauf des bei den Bürgern eingesammelten Altpapiers prognostiziert.

Weil die Preise gesunken sind, fehlen jedoch im Gebührenhaushalt rund 60.000 Euro. Zudem sind die Kosten für die Müllverbrennung in der MVA Weisweiler sowie die Müllmenge gestiegen, was weitere 90000 Euro ausmacht.

„Wir haben keine Entscheidungsfreiheit und müssen die Kosten decken”, betonte Linkens. Allerdings sei die Abfallgebühr für 2010 immer noch niedriger als im Jahr 2007, als Baesweiler noch nicht mit der kommunalen Regio-Entsorgung zusammenarbeitete.

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