Herzogenrath: Auszeichnung: Djo Merkstein erhält „Adolfpreis“

Herzogenrath: Auszeichnung: Djo Merkstein erhält „Adolfpreis“

Der Verein Bergbaudenkmal Adolf in Merkstein hat den „Adolfpreis“ für Verdienste um die Bergbautradition in der Altgemeinde verliehen. Den Adolfpreis gab es bei der Feier für die Merksteiner djo, die Deutsche Jugend in Europa.

Nach der Mettenschicht in der evangelischen Martin-Luther-Kirche, die vom Knappenchor St. Barbara Alsdorf gesanglich gestaltet wurde, empfing der Vorsitzende Dr. Hans Joachim Helbig zahlreiche Gäste im Gemeindezentrum.

Dr. Helbig begründete die Auszeichnung der djo Merkstein damit, dass sie ein sehr aktiver und erfolgreicher Verein sei, und sinngebend für Merkstein und darüber hinaus. Die djo Merkstein trägt einen Doppelnamen: Deutsche Jugend des Ostens und Deutsche Jugend in Europa. Im Doppelnamen spiegelt sich die Geschichte des Vereins.

Gegründet 1947 im Kontakt zu den Vertriebenenverbänden, wurde man 1952 Mitglied beim bundesweiten Jugendverband der Deutschen Jugend des Ostens, der sich sehr bald DJO-Deutsche Jugend in Europa nannte. So auch die djo Merkstein. Helbig: „Ich kenne weit und breit keinen Verein, der den Europagedanken so lebt wie die djo in Merkstein.“

Mehrfach hat sie mit internationalen Folklorefestivals Europa nach Herzogenrath geholt. „Die djo tanzt und die djo singt. Und beides ausgesprochen gut. Und was tut die djo Merkstein für die Bergbautradition? „Sie ist heimatverbunden, auch mit der neuen Heimat. Und die war 1947 und noch lange danach vom Bergbau geprägt. Viele ‚Djo-ler‘ waren auch ‚Adolfer‘.“

Hans-Peter Volling, eines der acht Opfer des Grubenunglücks vom 14. Dezember 1962, war mit seinen 18 Jahren Mitglied der djo Merkstein. So wurde ein Grubenunglück zum Teil der Vereinsgeschichte. Was Helbig freute: Einige aus der djo sind auch Mitglied im Verein Bergbaudenkmal Adolf. „Heinz Hädermann hat uns zum Beispiel ein Pult gezimmert und dazu eine Gezähekiste, die mal Ausstellungsstück sein sollte, jetzt aber im ursprünglichen Sinne genutzt wird.

Nicht zuletzt haben wir von der aktiven Teilnahme der djo Merkstein am Euregionalen Knappentag 2013 sehr profitiert. Auch wir wollen international sein und haben in der djo Merkstein ein großes Vorbild. Die Kohlefelder enden nicht an der Staatsgrenze. Kumpels gibt es im Ruhrgebiet, im Aachener Revier, in Holland, Belgien und andernorts.“

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