Ausstellungseröffnung in Alsdorf: Europa in Bildern

Ausstellungseröffnung : Europa in Bildern

Die Wanderausstellung „Europa in Bildern erzählt“ wurde diese Woche offiziell eröffnet und wird nun bis zum 7. Juli in dem Berufskolleg in Alsdorf für die Schüler zu sehen sein.

Über 50 Bilder, die mindestens genauso viele Geschichten erzählen. Bilder von glücklichen Kindern, von trauernden Kindern, von der Berliner Mauer, der Nachkriegszeit bis hin zu Demonstrationen gegen und für den Brexit. Das alles sind Aufnahmen, die die Europäische Geschichte und Identität nach 1945 zeigen sollen. Die Wanderausstellung „Europa in Bildern erzählt“ wurde jetzt offiziell eröffnet und wird nun bis zum 7. Juli in dem Berufskolleg in Alsdorf für die Schüler zu sehen sein.

„Wir befassen uns viel zu wenig mit der Frage, was denn eigentlich die Substanz von Europa ist. Viel zu selbstverständlich ist Europa geworden“, betont der stellvertretende Städteregionsrat Axel Wirtz. „Lassen Sie uns diese Ausstellung zum Anlass nehmen, über Gründe nachzudenken, warum wir für Europa dankbar sein sollten, nein sogar müssen!“

Die Aufnahmen stammen alle von der Agentur Magnum Photos Paris, die die Ausstellung gemeinsam mit der RWTH Aachen und der Städteregion Aachen initiiert hat. Sie beginnt mit Fotos, welche die Zerstörung und das Leben nach dem zweiten Weltkrieg zeigen, geht weiter mit dem Mauerfall und den Jugoslawienkriegen, bis hin zu aktuellen Themen, wie dem Klimawandel oder der Flüchtlingspolitik. „Wir wollen mitdenken und diskutieren. Und natürlich auch kritisieren. Es ist nämlich noch viel zu tun, gesellschaftlich und politisch gleichermaßen. Und das braucht Anregung“, ergänzt Wirtz.

„Wir wollen mit der Ausstellung vorrangig junge Leute erreichen, ihnen auf der einen Seite zeigen, was Europa uns alles bietet und auf der anderen Seite sozialkritische Fragen stellen. Das Ziel ist es, zusammen nach Vorn zu schauen. Gerade jetzt um die Europawahl herum, ist die Ausstellung natürlich sehr passend und das Thema umso aktueller“, erklärt Dr. Nina Mika-Helfmeier, Leiterin der Stabstelle Kultur der Städteregion Aachen.

Die Schülerinnen und Schüler des Berufskollegs können durch verschiedene Methoden die Bilder und ihre Geschichten kennenlernen. Ob durch interaktives Geschichtenerzählen, eine „Sprechblasenrallye“ oder einfach eine normale Führung. „Ich freue mich, dass die Schülerinnen und Schüler die Chance haben, solch einzigartige Aufnahmen zu sehen, die allesamt Momentaufnahmen sind aber Europa umso besser beschreiben“, sagt der stellvertretende Schulleiter Jürgen Weckler.

Nachdem die Ausstellung bis Mitte Juli in Alsdorf zu sehen sein wird, zieht sie danach in das Inda-Gymnasium nach Aachen und in den Sommerferien in das Kunst-und Kulturzentrum in Monschau. „Wir haben nicht einmal Werbung für die Ausstellung gemacht und trotzdem sind wir bis September restlos ausgebucht. Das freut uns natürlich riesig und zeigt ein großes Interesse an dem Thema der europäischen Identität“, betont Mika-Helfmeier.

(lgob)
Mehr von Aachener Nachrichten