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Ausstellung des Fotoclubs in Alsdorf

Ausstellung : Von jungen Wilden in der alten Bergbaustadt

Ungewöhnliche Perspektiven, besondere Motive, starke Szenen wartet auf die Besucher der Ausstellung des Fotoclubs im Foyer der Stadtbücherei.

Die Adventszeit ist oftmals reichlich bestückt mit Überraschungen – was sich der Fotoclub Alsdorf in diesem Jahr wohl auch gedacht hat.

Acht Fotografen zeigen Arbeiten, die sich zwar immer um Alsdorf drehen, aber wie die Türen des Adventskalenders jede für sich etwas ganz Besonderes sind. So zeigt Jörg Meyer eine Person, in deren Brillengläsern sich die Alsdorfer Wahrzeichen Wasserturm und Rathaus einzig farbig abheben.

Master über Schalke 04

Martina Stransky bildet junge Leute im Schatten der alten Bergbaustadt ab, die sich erfrischend und teils farbig hervortun.

Mirjam Pfeffer lichtet gar eine besonders junge Wilde mit ihrer heißen Kiste vor dem Förderturm ab. Die junge Wilde heißt Vanessa und ist selbst ein Kreativkopf. Angefangen mit einem Praktikum im Geschäft von Fotoclub-Vorsitzendem Horst Schädlich, hat sie mittlerweile die Maastrichter Kunstschule besucht und einen Master in der Tasche, den sie über Schalke 04 gemacht hat.

Mit einem motorisierten Schlitten hat es auch Jochen Furlkroeger, der eine goldene PS-Karosse vor der werbeumfluteten Stadthalle verewigt.

Gebäude als Briefmarken

Stephan Müller hat verschiedene Alsdorfer Gebäude mit Wiedererkennungseffekt als Briefmarken umgestaltet und damit die „Alsdorfer Stadtpost“ ins Leben gerufen.

Paul Schyma experimentiert mit Natur und Licht, während Doris Furlkroeger die bekanntesten Alsdorfer Wahrzeichen in einer Collage vereint.

Schließlich fesselt Bernd Sommerfeld ein knallbunter Heißluftballon am Himmel über unterschiedlichen Orten der Stadt. Der gleiche Fotograf verfremdet sein Bildnis der Euregiobahn so stark, dass es eher einem Gemälde denn einem Foto gleicht.

Horst Schädlich, der Big Boss des Fotoclubs, war zunächst skeptisch, eine so kreative Ausstellung auf den Weg zu bringen. Doch das Ergebnis hat ihn überzeugt. Ganz typisch erkennt er die Handschrift seiner Protagonisten wie die von Paul Schyma, dessen Landschaftsaufnahmen „wie immer etwas ganz Besonderes sind“.

Die Ausstellung ist bis zum Freitag, 4. Januar 2019, im Foyer der Stadtbücherei zu den Öffnungszeiten derselben zu sehen.

(ust)