Alsdorf: Ausschuss berät über neue Nutzung für die Remise

Alsdorf: Ausschuss berät über neue Nutzung für die Remise

Donnerstag ist es im Hauptausschuss Thema: Auf Antrag der SPD wird eine neue Nutzung für die Remise der Alsdorfer Burg beraten.

Drei Varianten wurden durch die Architektin der Gemeinnützigen Siedlungsgesellschaft (GSG), Kerstin Hohmann, ausgearbeitet. Zwei davon sind nicht behindertengerecht und werden daher zumindest von der GSG als Bewirtschafter der Burg und der SPD nicht favorisiert.

SPD-Fraktionschef Gustl Rinkens und Jacqueline Führen (GSG) stellten die Planungen für die aus dem 18. Jahrhundert stammende Remise bereits vor der Sitzung, die um 18 Uhr im Rathaus beginnt, vor: Ein Umbau vom Untergeschoss bis ins Dach ist als bevorzugtes Konzept im Gespräch. Dies soll Voraussetzung dafür sein, dass die Remise als Bürgerhaus genutzt werden kann, das Umfeld der Burg so wieder belebt wird.

An der Südfassade ist die Erschließung über einen Anbau geplant, der durch eine Glasfuge mit dem Bestandsbau verbunden ist. Dort könnte im Untergeschoss die Haustechnik untergebracht werden. „Im Erdgeschoss wäre durch den Anbau eine direkte Zuwegung zum Standesamt möglich”, erläuterte Rinkens.

Weitere Ideen: Im Untergeschoss sorgt ein Ausschank mit Gastronomie zum Innenhof für Atmosphäre. Der Raum im Erdgeschoss würde für die Vereinsnutzung erhalten bleiben. Das ehemalige Gefängnis soll ebenfalls individuell genutzt werden können. Durch den Durchbruch zum Neubau wäre es möglich, die dort vorgesehenen Sanitäranlagen ohne Umwege zu erreichen. Der barrierefreie Zugang wird durch einen Aufzug im Foyer des Neubaus gesichert. Das Dachgeschoss wird bei diesem Konzept im westlichen Teil ausgebaut, so könnte über dem Gewölbesaal ein weiterer Bürgersaal entstehen. Rinkens: „Die Nachfrage nach Räumlichkeiten für Vereinsarbeit oder Hochzeitsfeiern ist groß. Gastronomie fehlt ebenfalls im Umfeld der Burg.”

Im Zuge des Umbaus müsste das in der Remise untergebrachte Hausmeisterbüro auf einen neuen Betriebshof innerhalb des Burggartens verlegt werden. Bisher dient der mittlere Teil des Gebäudes als Materiallager, die Geschossdecke fehlt hier, so dass der obere Teil der Remise nicht zu nutzen ist. Rund 940.000 Euro soll das Ganze kosten. Die Finanzierung soll innerhalb des Förderprogramms „Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf - Soziale Stadt” erfolgen.