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Städteregion Aachen: Ausgezeichnetes Engagement für die Integration

Städteregion Aachen : Ausgezeichnetes Engagement für die Integration

Ob im Sportverein, bei der Nachhilfe, in der Kirche oder der Moschee: Wo Kinder und Jugendliche ihre Freizeit verbringen, sind es häufig Ehrenamtliche, die sie beaufsichtigen, betreuen oder ihnen etwas beibringen.

Städteregionsrat Dr. Tim Grüttemeier empfing die Vertreter von zwei Moscheen und drei Sportvereinen aus der Städteregion Aachen, darunter Kenan Altunkaya, DITIB - Türkisch Islamische Gemeinde zu Alsdorf, Tarik Topaloglu und Ömer Gökgöz vom SV Blau-Weiß Alsdorf, Cengiz Kendirici und Göksel Göktan vom F.C. Emir Sultan Spor., Sezgin Kalyoncu, Zeki Bir und Sedat Yilanci vom Bam Bam Merkstein.

Sie alle haben sich in besonderer Weise dem Kinder- und Jugendschutz verpflichtet. Beispielsweise verlangen sie von Betreuerinnen und Betreuern ein erweitertes Führungszeugnis. Grüttemeier dankte allen Gästen für ihr besonderes Engagement: „Sie sind nicht nur Vorbilder in Sachen Ehrenamt, sondern engagieren sich besonders beim Kinder- und Jugendschutz“, lobte der Städteregionsrat.

Die DITIB-Moscheegemeinden in Herzogenrath und Alsdorf sind die ersten Moscheen in der Städteregion Aachen, die eine solche Vereinbarung unterzeichnen. Zusammen mit dem Boxverein Bam Bam Merkstein sowie den Fußballvereinen F.C. Emir Sultan Spor Merkstein und SV Blau-Weiß Alsdorf setzten Sie ein klares Zeichen: Migrantenorganisationen haben den Kinder- und Jugendschutz im Blick! Für dieses freiwillige Engagement wurden die Vereine mit einem Zertifikat gewürdigt.

Das Thema ist sensibel und auch von großer Bedeutung. Mit dem Inkrafttreten des aktuellen Bundeskinderschutzgesetzes ist der Paragraph 72a des Achten Buches Sozialgesetzbuch (SGB VIII) in der Art ergänzt worden, dass nunmehr auch für Ehrenamtliche und Nebenamtliche, die Kinder und Jugendliche im Rahmen der Jugendhilfe beaufsichtigen, betreuen, erziehen oder ausbilden oder einen vergleichbaren Kontakt haben, erweiterte Führungszeugnisse vorgelegt werden müssen.

Das Kommunale Integrationszentrum konnte die Jugendämter dabei unterstützen, einen guten Zugang zu Migrantenorganisationen, insbesondere Moscheevereinen, zu bekommen.