Alsdorf/Herzogenrath: Ausbildungsmarkt: 55 Firmen und Institutionen sind mit dabei

Alsdorf/Herzogenrath : Ausbildungsmarkt: 55 Firmen und Institutionen sind mit dabei

Schon wieder klingelt das Telefon, denn bei Lisa Königs laufen alle Fäden zusammen. Erst seit April im Alsdorfer Rathaus tätig, ist sie bereits mit der Ausrichtung des 12. Alsdorf-Herzogenrather Ausbildungsmarktes betraut worden. Doch die Fülle organisatorischer Details kann die sympathische 23-Jährige nicht aus der Ruhe bringen.

„Ich habe auch in meinem bisherigen Job schon Veranstaltungen vorbereitet“, erzählt die gelernte Bankkauffrau, die bislang in einem Aachener Geldinstitut tätig war. „Allerdings noch nicht in solch einem großen Rahmen.“

Um des sicheren Arbeitsplatzes wegen, das sagt sie frank und frei, ist sie vom Bankwesen in den öffentlichen Dienst gewechselt, ins Amt für Wirtschaftsförderung und Liegenschaften. Und die neue Aufgabe macht ihr „unheimlich viel Spaß“, wie sie strahlend bekundet — während schon wieder das Telefon schellt.

Über 600 Unternehmen sind angeschrieben worden, um für die Jobbörse zu werben, die am Donnerstag, 17. Mai, in der Alsdorfer Stadthalle über die Bühne geht. „Das hatten meine Kollegen schon erledigt, bevor ich nach Alsdorf kam. Solche Dinge benötigen ja einen längeren Vorlauf. Die Kollegen helfen mir enorm“, sagt Königs dankbar.

55 Unternehmen und Institutionen haben letztlich zugesagt, wieder einige mehr im Vergleich zu den Vorjahren. „Nicht wenige Interessenten haben sich erst nach Bewerbungsende noch gemeldet“, sagt Königs. „Weil sie durch Mundpropaganda auf unseren Ausbildungsmarkt aufmerksam geworden sind.“ Als „positives Feedback im Vorhinein“ wertet dies die gebürtige Alsdorferin. Und selbstverständlich wurden alle berücksichtigt, „denn ohne die Firmen geht es ja nicht“, sagt Königs und lächelt.

Teils aufwendige Infostände

Die Alsdorfer Stadthalle ist am Donnerstag also der Ort, an dem man sein muss, wenn man sich für das Thema Ausbildung interessiert. Im Erd- und im Untergeschoss am Denkmalplatz haben die Firmen ihre teils aufwendigen Präsentationen aufgebaut, damit man neben einer ersten Kontaktaufnahme mit Ausbildern und Azubis auch einen möglichst authentischen Eindruck vom potenziellen künftigen Arbeitsplatz gewinnen kann.

Die vielfältige Angebotspalette an Ausbildungsplätzen reicht von A wie Anlagenmechaniker über Elektroniker oder Fachkraft für Büromanagement, Fleischereifachverkäufer oder Heilerziehungspfleger, Industriekauffrau oder Mediengestalter bis Z wie Zollbeamtin.

Ausführliche Informationen gibt es ergänzend während der Berufsmesse unter anderem auch zum Dualen Studium sowie diversen Weiterbildungsmöglichkeiten.

Alle Aussteller und die Jobs, die sie bieten, sind in einer übersichtlichen Broschüre zusammengefasst, wie Lisa Königs erläutert. Hier findet sich auch das Grußwort der beiden Schirmherren der erfolgreichen jährlichen Gemeinschaftsveranstaltung, Alfred Sonders, Bürgermeister von Alsdorf, und Christoph von den Driesch, Bürgermeister in Herzogenrath.

Zu guter Letzt galt es für die junge Messe-Koordinatorin, die Werbetrommel zu rühren, im Zuge dessen waren auch alle Schulen in den beiden beteiligten Städten angeschrieben worden. Zu organisieren gab es in der Folge den Schülertransport und einen minuziös getakteten „Stundenplan“ über den Veranstaltungstag hinweg — damit nicht alle auf einmal in die Alsdorfer Stadthalle strömen.

(bea)
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