Ausbau Feldstraße Alsdorf Ausschuss

Ausschuss tagt : Ausbau der Feldstraße wird teuer

Die Entwässerungseinrichtungen müssen erweitert werden, die allgemein gestiegenen Baukosten, die Bodeneinstufung und die unbekannte Lage der Versorgungsleitungen machen eine Erhöhung um knapp 300.000 Euro notwendig

Die aktuelle Kostenschätzung bestätigt es: Der Ausbau der Feldstraße im Alsdorfer Stadtteil Hoengen wird teurer als ursprünglich kalkuliert. Im Beisein von etwa 20 Zuhörern aus Hoengen beriet der Stadtentwicklungsausschuss unter Vorsitz von Heinrich Plum (SPD) die Maßnahme. Neben verkehrsberuhigenden Elementen steht auch besonders die (für die Kostenerhöhungen) weitestgehende Ursache, die Entwässerungsproblematiken an den Häusern der Anwohner der Feldstraße im Fokus. Die Entwässerungseinrichtungen müssen erweitert werden, die allgemein gestiegenen Baukosten, die Bodeneinstufung und die unbekannte Lage der Versorgungsleitungen machen eine Erhöhung um knapp 300.000 Euro notwendig. So wird sich die Maßnahme auf insgesamt 1,73 Millionen Euro erhöhen. Zudem wurde, so hielt die Verwaltung fest, die gescheiterte Investorenmaßnahme der Michael-Büttgen-Straße in den Planungsablauf der Feldstraße integriert, um einen zeitgleichen Ausbau der beiden Straßen vorzunehmen. Susanne Lo Cicero, Technische Beigeordnete der Stadt: „Dieser Sachverhalt führte zu Verzögerungen im Planungsablauf der Feldstraße“. Da aber Ausschreibungsergebnisse und Kostenberechnungen voneinander abweichen können, wird nun ein Betrag von 2 Millionen Euro durch die Stadt bereitgestellt. Franz Brandt (CDU) hakte nochmals nach und wollte wissen, „was macht denn die ganze Sache so teuer“? Dezernentin Susanne Lo Cicero-Marenberg und Bauamtsleiter Michael Göttgens verdeutlichten, „wahnsinnig gestiegene Baukosten“ und vor allem die Entwässerung sowie die Berücksichtigung vieler Bürgerwünsche treiben die Kosten nach oben. Susanne Lo Cicero-Marenberg bemerkte unter anderem, „wir hätten es gerne gesehen, wenn sich private Architekten intensiver mit den Plänen beschäftigt hätten“. Man wolle jetzt zügig ausschreiben, damit die Zeitpläne eingehalten können. Beide Maßnahmen – Michael-Büttgen-Straße und Feldstraße – wurden mit großer Mehrheit beschlossen. Lediglich die Grünen votierten mit zwei Stimmen dagegen.

Dieses Abstimmungsverhalten führten die Grünen auch beim Aufstellungsbeschluss zum Bebauungsplan 368 fort. Die Neuapostolische Kirche als Eigentümerin des Grundstückes an der Pestalozzistraße beabsichtigt, die Nutzung ihres Grundstückes für kirchliche Zwecke aufzugeben. Als Folgenutzung steht eine Wohnbebauung in Planung. Um das nordwestlich angrenzende Wohngebiet sinnvoll zu ergänzen, sieht die Neuplanung die Errichtung von Einfamilien- und Doppelhäusern in zweigeschossiger offener Bauweise vor.

(mali)
Mehr von Aachener Nachrichten