Tauchgang: Auf dem Grund des Sees wartet ein Schiffswrack

Tauchgang : Auf dem Grund des Sees wartet ein Schiffswrack

Wir schreiben das Jahr 1987: 15 Studenten, deren leidenschaftliches Hobby das Tauchen ist, gründen am 16. Juli in der Mensa des Aachener Klinikums den „Akademischen Tauchclub”, der seit 1994 unter dem Namen „Aachener Tauchclub (ATC)” bekannt ist.

Initiiert wurde die Vereinsgründung durch den dann auch langjährigen Vorsitzenden Harald Brieck. Er betreute bereits zu dieser Zeit das Tauchen und Unterwasserrugby im Rahmen des Hochschulsports in Aachen, so dass schnell eine enge Beziehung zwischen Verein und studentischer Tauchausbildung entstand und auch heute noch besteht.

Anfangs hatte der Tauchclub weder feste Hallenzeiten zum Trainieren noch Tauchlehrer für die Freigewässer-Ausbildung. Die beiden Übungsleiter Henner Kollmann und Johannes Ante konnten die Tauchschüler in der Schwimmhalle bis zum Grundtauchschein ausbilden, die Tauchgänge im See mussten jedoch bei Tauchlehrern befreundeter Vereine abgehalten werden.

Doch dies sollte sich schnell ändern. Schon im Jahr 1988 legte Henner Kollmann die Tauchlehrerprüfung ab, gefolgt von Johannes Ante ein Jahr später. Mit regelmäßigen Trainingszeiten konnten Ausbildung und Ausübung der beliebten Wassersportart auf einer immer breiter werdenden Basis stattfinden.

Durch den stetigen Zuwachs von Übungsleitern und Tauchlehrern stiegen auch die Mitgliederzahlen des jungen Vereins kontinuierlich. Heute zählt der Aachener Tauchclub 190 Mitglieder, davon 16 Tauchlehrer und sechs Übungsleiter. „Fahrten ins Zeeland in den Niederlanden gehören ebenso dazu wie Tauchreisen in den Süden, dann geht es zum Beispiel nach Frankreich”, erzählt der heutige ATC-Vorsitzende und Tauchlehrer Andreas Müller. Zu Pfingsten findet außerdem jedes Jahr ein Zelt-Wochenende am Rursee in der Eifel statt. Dort wird tagsüber getaucht und abends gegrillt.

Zum Üben treffen sich die jungen Wassersportler meist am Eschweiler Blausteinsee. „Der Blau­steinsee eignet sich hervorragend zum Training unserer Tauchschüler, vor allem wegen der Ausbildungsplattformen auf sechs, neun und 20 Metern Tiefe. Außerdem gibt es jede Menge Tauchziele, wie zum Beispiel ein Segelboot am Grund des Sees, zu entdecken”, freut sich Andreas Müller.

So traf sich jetzt ein kleiner Teil der Tauchschüler. Bestens ausgestattet mit Neoprenanzug, Flossen, Unterwasserlampe, Kompass und Tiefenmesser sowie Sauerstoffflaschen, begaben sich die Tauchschüler Helga Bongers, Lotte Schraven und Daniel Maul mit Tauchlehrer Andreas Müller und Übungsleiter Georg Schardt in den bis zu 40 Meter tiefen See in Dürwiß.

Nachttauchen

Diesmal stand der Kurs „Orientierung” auf dem Ausbildungsplan. Neben den Anfänger- und Fortgeschrittenen-Tauchscheinen werden solche Spezialkurse, darunter auch Gruppenführung, Nachttauchen, Sicherheit und Rettung sowie Tauchen mit anderen Atemgasgemischen, regelmäßig angeboten. Zum 25-jährigen Bestehen gab es jetzt eine große Jubiläumsparty im prächtig geschmückten Marschiertor in Aachen, wo bis in die frühen Morgenstunden gefeiert wurde. Neben der Tauchertaufe stand an diesem Abend auch Square Dance auf dem Programm.

Angebote für Anfänger und Fortgeschrittene

Ob Tauchanfänger oder Fortgeschrittener, Unterwasserrugby-Neuling oder langjähriger Liga-Spieler - im Aachener Tauchclub findet jeder seinen Platz, der sich gerne im und unter Wasser bewegt.

Der ATC bietet Fahrten zu Unterwasserrugby-Ligaspielen und -Turnieren und Tauch-Spezialkurse (z.B.: Orientierung unter Wasser, Gruppenführung, Nachttauchen, Tauchsicherheit und Rettung etc.).

Die Unterwasserrugby-Mannschaft freut sich immer über Interessenten und hilft beim Einstieg. Auch für Fortgeschrittene bietet der Verein durch die Teilnahme am Ligabetrieb und an Turnieren einen attraktiven Rahmen. Es können Tauchscheine (Brevets) erworben und Spezialkurse nach der Prüfungsordnung des VDST absolviert werden.

Mehr von Aachener Nachrichten