Herzogenrath: Auch Fantasie lässt die Burg Rode erstrahlen

Herzogenrath: Auch Fantasie lässt die Burg Rode erstrahlen

Dass der Burg Rode ein Lichterkleid sehr gut steht, konnten Herzogenrather schon einmal erleben. Anlässlich der Euregionalen wurde das Wahrzeichen im Jahr 2008 angeleuchtet. Nun soll das Gemäuer wieder glänzen. Gut 300 Scheinwerfer werden es im Rahmen des Kulturfestivals in der Städteregion am Samstag, 19. Juni, kunstvoll illuminieren.

Nach Alsdorf wird Herzogenrath die zweite von vier Stationen des „Burgenparcours” sein. Und obwohl die Burg, die der Berliner Lichtkünstler Jörg Rost mit seiner Crew anstrahlen wird, der eigentliche Star des Abends ist, sollen auch zahlreiche Herzogenrather große Auftritte haben.

„Wir zeigen unsere eigenen Potenziale”, sagt Bürgermeister Christoph von den Driesch. „Das ist ein Event, das vor allem von der Kraft und der Fantasie unserer Kinder und Jugendlichen lebt.” Schüler der Dietrich-Bonhoeffer-Grundschule, des Städtischen Gymnasiums, der Europa-Gesamtschule und der Erich-Kästner-Hauptschule präsentieren rund um die Burg und im Burggarten die vielfältigen Ergebnisse ihres Schullabors.

Wer bin ich eigentlich?

Bei dem vom Land NRW als Modellprojekt geförderten Schullabor stand die Frage nach der eigenen Identität im Vordergrund. „Es ging auch darum, zu sehen, wie die Stadt die eigene Entwicklung beeinflusst”, sagt Dr. Nina Mika-Helfmeier, Initiatorin und Leiterin des Kulturfestivals. Der Theaterkurs der elften Jahrgangsstufe des Gymnasiums hat dazu einige Szenen entwickelt. „Heimat ist für mich da, wo man sich geborgen fühlt”, hat dabei die Schülerin Rebecca Herma erfahren.

Mit Künstlerin Alexandra Weichenberg haben Schüler der Grundschule Bilder von sich gemalt, die vielerorts das Gelände schmücken werden. „Unsere Schule ist multikulturell”, sagt die Leiterin Astrid Lorenz. „Es war für uns eine gute Gelegenheit, diese Vielfalt auch einmal kreativ zum Ausdruck zu bringen.”

Gegenstände, die für sie einen besonderen emotionalen Wert haben - von einer Kette über ein Stofftier bis zum Foto - haben Gesamtschüler teils in überdimensionalem Format gestaltet. Als Walking Acts wollen sie sie am Abend präsentieren. Zu HipHop-Tänzern sind einige Hauptschüler in Workshops geworden. Ihr Können werden sie auf der Bühne im Park zeigen.

Neben Vereinen, Rittern und Sängern. Auf dieses Miteinander freut sich die Beigeordnete Birgit Froese-Kindermann besonders: „An diesem Abend kann wirklich jeder einen guten Anlass finden, vorbeizuschauen und sich von der Atmosphäre beeindrucken zu lassen!”

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