Herzogenrath: Alt-Merkstein: Marode Brücke wird abgerissen

Herzogenrath: Alt-Merkstein: Marode Brücke wird abgerissen

Mehr als 100 Jahre lang haben nicht nur Alt-Merksteiner auf ihr die Bahngleise überquert. Bald hat für die Brücke „Brückenstraße” jedoch das letzte Stündlein geschlagen.

Brocken hatten sich aus den Stahlbetonelementen gelöst und waren auf die Gleisanlagen gefallen, größere Löcher klaffen in der Brücke. 2008 riet deshalb ein Sachverständiger, die Brücke zu sperren. Seitdem ist sie geschlossen. „Aus der Bevölkerung hat es keine Resonanz gegeben, die Nutzung war ohnehin sehr gering”, sagt Harald Schmitz, Projektleiter im Bereich Tiefbau bei der Stadt Herzogenrath. Zunächst sei überlegt worden, so Schmitz weiter, die Brücke einfach dauerhaft zu sperren. Die Gefahr, dass jemand die Absperrung überwindet und ein Unglück geschieht, habe jedoch zu der Entscheidung geführt, das Bauwerk abzureißen.

Eine neue Brücke komme auch nicht in Frage. Die würde in barrierefreier Ausführung knapp 300.000 Euro kosten. Das stehe in keinem Verhältnis zur Nutzung, argumentiert die Stadtverwaltung. Eine Holzkonstruktion sei zwar billiger im Bau, die Erfahrung bei ähnlichen Brücken im Wurmtal zeige jedoch, dass deren Haltbarkeit sehr begrenzt ist und die Wartung enorm aufwendig. Darüber hinaus bestünden für Bürger, die den EVS-Haltepunkt in Alt-Merkstein von der Bungartzstraße oder der Sebastianusstraße aus erreichen wollen, immer noch kurze Verbindungen zwischen 200 und 290 Metern.

Die Mittel für den Abriss des Bauwerks, schätzungsweise 35.000 bis 40.000 Euro, werden im städtischen Haushalt für 2012 bereitstehen. Dann können die Genehmigungen für das Vorhaben bei der EVS und der Deutschen Bahn eingeholt werden.

Bis grünes Licht erteilt wird, kann es nach Angaben des Tiefbauamts ab diesem Zeitpunkt noch einmal Wochen oder sogar Monate dauern.

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