Alsdorf: Alsdorfs Tierpark erhält eine neue Brücke

Alsdorf : Alsdorfs Tierpark erhält eine neue Brücke

Zwei Jahre haben die Vorbereitungen gedauert, nun sind die ersten Kubikmeter Erde bewegt: Der Alsdorfer Tierpark erhält Ersatz für die alte Holzbrücke, die sich wie ein Buckel am Waldstück wölbte und unter deren Bauch Wild vom Park in den Wald oder zurück laufen konnte.

Die alte Konstruktion war morsch geworden, die ersten Entwürfe, die der Bürgermeister auf seinem Schreibtisch hatte, waren zu teuer, aber jetzt ist ein Modell gefunden, das allen Anforderungen — nicht nur den preislichen — gerecht wird.

Erdarbeiten im Alsdorfer Tierpark: Hier entsteht eine neue Brücke, die Teil des Rundwegs und zugleich Durchlass für Hirsche mit imposanten Aufbauten ist. Die Grafik vermittelt einen Eindruck vom geplanten Aussehen. Foto: Verena Müller/Grafik: Foga.

Denn: Die neue Brücke soll langlebiger sein und den Anspruch des Tierparks auf Barrierefreiheit erfüllen. Ihr (bald gerader) Rücken ist nämlich Teil des Rundwegs.

Was dabei herausgekommen ist, wurde am Freitag vor Ort vorgestellt. „Wenn man oben was vom Buckel wegnehmen will, muss man unten Tiefe schaffen“, erläuterte Alfred Sonders die optisch wesentlichste Veränderung. 3,30 Meter haben Hirsche inklusive Aufbauten, also Geweih, künftig unter der Brücke Platz. Auf diese stolze Größe schaffen es die Tiere zwar nicht, aber man muss ja auch etwas Luft einrechnen, wenn sie fluchtartig das Weite suchen und Sprünge machen. In der Breite sollen ihnen knapp fünf Meter zur Verfügung stehen.

Die Spannweite der aus Stahl und Beton gebauten Brücke soll rund 5,80 Meter betragen, Länge des Geländers: etwas mehr als zehn Meter auf jeder Seite.

Kosten: knapp 250.000 Euro. „Zehn Prozent werden aus dem Tourismusfonds der Städteregion bezuschusst“, sagte Sonders, der auch Vorsitzender des Tierparkvereins ist. Der Rest läuft über den Etat der Stadt. Im Januar sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

Laut Vorschrift von Straßen NRW musste übrigens eine Ampel für die Baufahrzeuge, die über die B57 (Würselener Straße, in etwa auf Höhe Ottenfeld) ins und aus dem Gelände fahren. Die Ampel gewährt aber nur auf Knopfdruck freie Fahrt für die Bauarbeiter, so dass es zu wenige Einschränkungen kommen soll.

(vm)
Mehr von Aachener Nachrichten