Alsdorf: Alsdorfer Männergesangverein: Zuhörer spenden immer wieder begeistert Applaus

Alsdorf : Alsdorfer Männergesangverein: Zuhörer spenden immer wieder begeistert Applaus

Es war ein Frühjahrskonzert aller erster Klasse: Anlässlich des 160-jährigen Bestehens des Alsdorfer Männergesangvereins hat sich der Chor in Gemeinschaft mit dem MGV Linden Neusen in der mit rund 250 Besuchern voll besetzten Martin-Luther-Kirche unter dem Motto „Man müsste noch mal 20 sein“ präsentiert.

Der Chorgemeinschaft kommt zu Gute, dass beide Gesangvereine von Chordirektor ADC, Heinz Dickmeis, geleitet werden. Und der hatte ein Programm zusammengestellt, das dem Chor, aber auch dem Dirigenten alles abverlangte. „Wir haben uns durch harte Probenarbeit lange und intensiv vorbereitet“, so Dickmeis. Und jetzt verbuchte er mit der Chorgemeinschaft einen weiteren großen Erfolg. Das Publikum stellte immer wieder mit starkem Beifall seine Begeisterung unter Beweis.

Zum Erfolg trugen auch die Sopranistin Dawn Marie Flynn und Andrea Lersch-Krüger am Klavier wesentlich bei. Die Zusammenwirkung der beiden Künstlerinnen mit den Sängern war beeindruckend. „Wir wollten zum 160-jährigen Bestehen etwas Besonderes bieten und hoffen, dass es uns mit dem heutigen Konzert auch gelingt“, sagte Vorsitzender Karl-Peter Schröder, der das Konzert glänzend und inhaltsreich moderierte, in seiner Begrüßungsansprache bescheiden.

Er ging überdies kurz auf die Entwicklung des Chors ein. Zuvor hatte er Bürgermeister Alfred Sonders und den Vorsitzenden des Chorverbands der Städteregion, Wilfried Leisten, besonders willkommen geheißen. Man freue sich, dass der Chor nach seinem Dasein im Casino Anna, danach der Stadthalle und dem Energeticon nun wieder in die Mitte der Stadt zurückgekehrt sei und die Möglichkeit habe, Konzerte und Proben in der Martin Luther-Kirche respektive im Luthersaal abzuhalten. Dafür dankte Schröder der evangelischen Kirchengemeinde Alsdorf.

Harmonische Zusammenarbeit

Schröder weiter: „Das wir heute hier wieder mit einem stattlichen Chor auftreten können, verdanken wir der fruchtbaren und harmonischen Zusammenarbeit mit den Sängern des MGV Linden Neusen und unserem gemeinsamen unermüdlichen und umsichtigen Dirigenten Heinz Dickmeis.“

Schon der erste Programmteil hatte es in sich. Man bot gleich zu Beginn vier Kompositionen von Franz Schubert, die den Chor herausforderten: „Gott meine Zuversicht“, „Der Gondelfahrer“, „Der Nachtgesang im Walde“ und gemeinsam mit Dawn Marie Flynn, die sich ausgezeichnet im Programmablauf präsentierte, „Groß ist Jehova der Herr“.

Dann sagte die sympathische Sopranistin, durch die Besucherreihen wandelnd, ihre nächsten Stücke selbst an: „Wenn du nur einen Schnauzbart hast“ und „Schöner Träumer“, beide von Stephan Colin Foster, ein amerikanischer Songschreiber.

Vor der Pause überzeugte die Chorgemeinschaft noch mit dem Ohrwurm „Schifferlied“, dem altrussischen Kirchengesang „Tebje Pojem“ und „Nimm die Stunden, wie sie kommen“ in der Bearbeitung von Kurt Rehfeld.

Beschwingt ging es nach der Pause mit „Suliko“, einem Volkslied aus Georgien, dem Lied „Mariana“ aus Kroatien und dem Titelsong des Jubiläumskonzerts „Man müsste noch mal 20 sein“ von G. Jussenhoven. Dies wurde dann zusammen mit Dawn Marie Flynn doch noch zurechtgerückt mit dem Lied: „Das gibt‘s nur einmal“.

Musicalmelodien

Weiter ging es gemeinsam mit der Sopranistin mit Melodien aus der Operette „Die Fledermaus“ von Johann Strauss sowie mit Melodien aus dem Musical „Showboat“ und schließlich mit dem Lied aus dem gleichnamigen Film „Frauen sind keine Engel“ von Theo Mackeben.

Auch das Ende des Konzerts hatte es in sich — als der MGV die Stücke „Santo“, für einen Oslo-Gospelchor geschrieben, und das Seemannslied „Heijoho Santiano“ von Otto Groll gekonnt präsentierte.

Dem stand Dawn Marie Flynn mit dem Spiritual „At the River“ in nichts nach. Zum Schluss gab es noch zwei Leckerbissen: Die Chorgemeinschaft präsentierte gemeinsam mit Dirigent Dickmeis am Klavier und als Solosänger „Bonse Aba“ oder „Alle Menschen“, ein afrikanisches Spiritual der Ostküste, von Adam Fischer übersetzt, Schlusspunkt war das gemeinsame gesungene „Dankeschön und Auf Wiedersehn“.

Lang anhaltender Beifall war verdienter Lohn für eine großartige Leistung.

(rp)