Alsdorf: Alsdorfer feiern dritten „Tag der Integration“ auf dem Denkmalplatz

Alsdorf: Alsdorfer feiern dritten „Tag der Integration“ auf dem Denkmalplatz

Von den Schmierereien während der Nacht war am frühen Morgen schon nichts mehr zu sehen. Vermutlich gezielt hatten Unbekannte im Vorfeld des dritten Alsdorfer „Tages der Integration“ im Umfeld des Denkmalplatzes Hakenkreuze an Wände und auf ein jüdisches Denkmal gesprüht.

„Wir haben das sofort entfernt und Anzeige erstattet — so etwas hat bei uns nichts zu suchen. Wir wollen deutlich zeigen, dass es miteinander viel besser geht“, begrüßte Bürgermeister Alfred Sonders nur wenige Stunden später die Besucher, die ein friedliches, buntes Fest der Kulturen auf dem Denkmalplatz feierten.

Mit dem Duft von frischer Minze: Tee servierte der marokkanische Kulturverein. Foto: Stefan Schaum

Gemeinsam hatten der Integrationsrat und die Stadt Alsdorf dazu eingeladen, und viele beteiligten sich mit Beiträgen auf der Bühne oder steuerten Leckerbissen an den gut 20 Ständen bei, die den Denkmalplatz in Gassen säumten.

Eröffnet wurde das Fest mit einer Schweigeminute. Die Menschen auf dem Platz gedachten dabei der Opfer des Brandanschlags in Solingen, bei dem vor 20 Jahren fünf Menschen starben.

Mit einem gemeinsamen Gebet hatten auch Fatih Durgut, Imam der Alsdorfer Moschee am Übacher Weg, der katholische Priester Josef Vohn und Heinz Wolke, Jugendleiter der evangelischen Kirchengemeinde Alsdorf, den Wunsch nach Frieden unterstrichen. Anschließend ließen Kinder aus vielen Alsdorfer Kitas weiße Luftballons aufsteigen. Weit kamen die aber nicht.

Bloß ein paar Meter hoch, dann wurde das Ballon-Knäuel vom Wind unter das Bühnendach geblasen, an dem es sich verfing und erst später gelöst werden konnten. Überhaupt machte ein kräftiger Luftzug den Ausstellern auf dem Platz zu schaffen. So manches der Zeltdächer flatterte ordentlich im Wind oder flog ganz davon.

Flamenco und Percussion

Der Begeisterung der Gäste tat es keinen Abbruch. Viel gab es auf der Bühne zu sehen — von spanischem Flamenco bis zu afrikanischer Percussion —, und viel gab es an den Ständen zu kosten. Eine bunte Vielfalt, die sich zu entdecken lohnte. Eingebettet war der Alsdorfer Integrationstag in die „Tage der Vielfalt“ in der Städteregion, die ebenfalls die Förderung des Miteinanders zu Ziel haben.

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