Alsdorf: Alsdorfer Duathlon wartet mit Neuerungen auf

Alsdorf : Alsdorfer Duathlon wartet mit Neuerungen auf

„Wenn wir alle Fahrradständer nebeneinander legen würden, dann kämen wir auf 480 Meter und könnten damit vom Kreisverkehr in der Einkaufsstraße bis zur Stadthalle die gesamte Strecke füllen“, erzählt Patrick Thevis, Geschäftsführer des Marathon-Clubs Eschweiler 1983, lachend.

Die selbsthergestellten Fahrradständer habe man in diesem Jahr um 19 Stück ergänzen müssen, um jedem der über 1000 Teilnehmer einen Platz bieten zu können.

Deutsche Meisterschaft

Mit der wachsenden Teilnehmerzahl wird in diesem Jahr auch die Wechselzone vergrößert. „Sie wird vom Denkmalplatz bis zur Martinstraße/Ecke Robert-Koch-Straße gehen“, sagt Holger Bubel vom Amt für Kultur und Öffentlichkeitsarbeit. Die Radstreckenführung werde ebenfalls in Teilen an das größere Format angepasst, weswegen sie jetzt unter anderem von der Robert-Koch-Straße über die Römerstraße bis zur Saarstraße führe.

Das habe auch Auswirkungen auf den Verkehr am Wochenende: Neben der Schließung des Übacher Wegs bis Boscheln werde auch die Saarstraße für den Verkehr zwischen Übacher Weg und Römerstraße gesperrt. Die Römerstraße sei dann zwischen Saarstraße und Robert-Koch-Straße nicht befahrbar, genau wie die Robert-Koch-Straße zwischen Übacher Weg und Römerstraße.

Der Ahrweg sei somit zeitweise auch nicht erreichbar. Im Rahmen der Wechselzone beginnen die Verkehrseinschränkungen am Samstag um 12 Uhr, die Sperrung des Übacher Wegs und somit die Autozufahrt zum Nordfriedhof ist ab Sonntag, 7 Uhr, geplant. Spätestens Sonntagabend ab 19 Uhr sollen alle Straßen aber wieder frei sein.

Wen jetzt mit Blick auf das Wetter am Wochenende und die eigene Kondition noch die Duathlon-Lust packt, der darf leider nur noch als Zaungast dazu stoßen. „Wir können leider keine Last-Minute-Anmeldungen mehr annehmen, wir sind komplett ausgelastet“, erklärt Thevis. Einerseits freue er sich darüber, andererseits täten ihm die motivierten Sportler, die er abweisen müsse, leid.

Denn dieses Jahr gebe es einige Besonderheiten, auf die er besonders stolz sei. Die Veranstaltung laufe das erste Mal unter dem Dachverband Powerman. Zum einen sichere das den hohen Qualitätsstandard der Veranstaltung, zum anderen konnten so auch internationale Spitzensportler für den Wettkampf gewonnen werden.

Die Deutsche Triathlon Union konnte man wieder überzeugen, die Deutsche Meisterschaft im Erwachsenen- und Jugendbereich auszutragen. So starten am Sonntag im Elitestartfeld 36 Profis. „Das ist eine unschlagbare Kombination für Profisportler: der Nervenkitzel, sich mit internationalen Sportlern, zum Beispiel aus Australien, zu messen, das Preisgeld und die Möglichkeit, deutscher Meister zu werden“, meint Thevis.

Luisenbad geschlossen

Aber auch abseits der professionellen Sportler ist der Zulauf am Sonntag groß. Die 14- bis 18-Jährigen gehen jeweils um 10, 11 und um 12 Uhr in unterschiedlichen Jahrgangsgruppen an den Start. Den sogenannten Powerman Sprint für die Breitensportler — also fünf Kilometer Laufen, 20 Kilometer Radfahren und nochmals fünf Kilometer Laufen — beginnt um 9.15 Uhr.

„Uns ist es sehr wichtig, alle Sportler anzusprechen — Breitensportler wie Profis“, betont Thevis. Letztere laufen ab 12.45 Uhr los. Den Anfang machen die Männer, um 13.30 Uhr folgen die Frauen und um 14.15 Uhr ist der Start für die Elitesportler offen. Alle müssen zehn Kilometer laufen, 40 Kilometer Rad fahren und nochmal fünf Kilometer laufen. Dass dabei manchmal die professionellen Sportler den Rest der Gruppe einholen sei ganz normal und bisher nie ein Problem gewesen.

Als Dusch- und Umkleidemöglichkeit für die Sporttreibenden steht das Luisenbad in Alsdorf zur Verfügung. Dieses bleibe Sonntag deswegen für den öffentlichen Badeverkehr ganztägig geschlossen, um den 1010 Teilnehmern als Anlaufstelle zu dienen. Weil die Sportler zeitversetzt einlaufen, reichen die Kapazitäten des Bads aus.

Zu tun gebe es bis zum Wochenende noch einiges: zum Beispiel den Aufbau des Ziels. „Wir haben in diesem Jahr das erste Mal ein richtiges Metallgerüst, das den Zieleinlauf umrahmt“, erzählt Thevis stolz.