Von der Deponie zum zentralen Entsorgungszentrum Warden

IG Wardener Bürger : Von der Deponie zum Entsorgungszentrum

Die Oberflächenabdichtung der Deponie Warden macht Fortschritte. Die gesamte Abdeckungsfläche der Deponie Warden beträgt 33 ha.

In den nächsten acht Jahren soll die komplette Oberflächenabdichtung in insgesamt 10 Bauabschnitten erfolgen. Dabei werden 26 ha begrünt und auf 7 ha soll eine Folgenutzung statt finden. Die Bauabschnitte 1-3 mit insgesamt 7,3 ha sind bereits fertig gestellt. Zurzeit wird der 4. Bauabschnitt der Oberflächenabdichtung auf der Scheibe 1 West auf einer Fläche von 4 ha durchgeführt. Aufgrund der fortschreitenden Oberflächenabdichtung der Deponie müssen die Alt-Anlagen ersetzt werden. Hierbei handelt es sich um bereits bestehende Anlagen, z.B.. Papierhalle, Anlagen zur Annahme, Umschlag und Behandlung von Holz und Sperrmüll und Kleinanlieferbereich, die derzeit schon am Standort Warden betrieben werden. Um dieses Vorhaben umzusetzen, musste die AWA Entsorgung GmbH bei der Bezirksregierung einen entsprechenden Antrag einreichen.

Aus diesem Grunde fand im Verwaltungsgebäude des Entsorgungszentrums Warden der Termin zur frühen Öffentlichkeitsbeteiligung  zur Genehmigung der Errichtung und zum Betrieb von abfallwirtschaftlichen Anlagen am Entsorgungszentrum Warden statt. Hierzu eingeladen wie immer auch die Vorstandsmitglieder der IG Wardener Bürger, vertreten durch Vorsitzender Franz-Josef Schüller, Geschäftsführer Robert Pelzer und Beisitzer Peter Weidenhaupt. Nachdem der Kreistag die Anlegung der Kreismülldeponie am Rande von Warden beschlossen hatte, gründeten die Wardener Bürger auf Initiative von Robert Pelzer am 27. April 1975 im voll besetzten Johannesheim die „Interessengemeinschaft Wardener Bürger zur Abwehr von Umweltbelästigungen und Gefahren“ zur Verhinderung der geplanten Mülldeponie.

Erster Vorsitzender wurde Josef Mertens, der später von Franz Waldorf abgelöst wurde und dem vor Jahren Franz-Josf Schüller folgte. Von Beginn an leitet Robert Pelzer bis heute die umfangreiche Geschäftsführung. Trotz harter Auseinandersetzungen konnte die Deponie nicht mehr verhindert werden. Zur Verbesserung des Klimas untereinander und der Sache dienend verständigte man sich daher nach den ersten harten Jahren mit den Verantwortlichen der Deponie auf eine vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit im Sinne des Unternehmens, aber besonders dem Schutz der Wardener Bürger dienend.  

So begleiten die Wardener Bürger über ihre Interessengemeinschaft seit mehr als 40 Jahren alle Veränderungen auf der Deponie. „Auf der Deponie geschieht seit dieser Zeit nichts, ohne dass die IG Wardener Bürger über den jeweiligen Verlauf der Planung informiert ist“, so Geschäftsführer der AWA Entsorgung GmbH Frank Wolff. Dieser lobte die konstruktive und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Wardener Bürgerinitiative und versicherte, dass dies auch in der Zukunft so bleiben solle. Anschließend informierte Abteilungsleiter Bau- und Deponietechnik, Guido Schuster, über die weiteren Schritte der Planung. Es findet wie immer eine Annahme von Papier, Holz, Sperrmüll und Grünabfällen statt. Auch der Service der Abgabe von Elektroschrott und Schadstoffen bleibt für die Bürgerinnen und Bürger erhalten. Schuster versicherte, dass die Belastung der  Bürger durch Lärm, Staub und Geruch nicht zunehme.

(rp)