„Massenanfall von Verletzten“ am Dalton-Gymnasium gemeldet

Ein Unglück kommt selten allein... : „Massenanfall von Verletzten“ am Dalton-Gymnasium gemeldet

Obwohl eigentlich gar nichts Dramatisches passiert ist, liest sich der Einsatzgrund der Alsdorfer Feuerwehr am Freitagvormittag beängstigend: „Massenanfall von Verletzten“ am Dalton-Gymnasium.

Und das kam so: Viele Kinder spielten in der Pause auf dem Pausenhof, darunter eines aus der achten Klasse, das ausrutschte und sich dabei an einem Stein eine etwa fünf Zentimeter lange Schnittwunde zuzog. Die Verletzung war zwar nur oberflächlich, wie der stellvertretende Schulleiter Martin Wüller auf Nachfrage erklärt, habe aber dennoch recht stark geblutet. Mit der Pausenaufsicht sei das Kind sofort zum Sanitätsdienst der Schule gebracht worden.

Nun hatte aber ein Kind aus einer fünften Klasse das Blut gesehen und den Anblick offenbar nicht vertragen. Es klappte zusammen und prallte dabei mit dem Kopf auf eine Tischkante. Eine Platzwunde war die Folge. Was dann im Anschluß genau passierte, ist nicht im Detail überliefert. „Die Geschichte hat sich in der Klasse offenbar hochgeschaukelt“, sagt Wüller. Einige Kinder seien „sehr besorgt“ gewesen. Die Feuerwehr erklärt, ein Schüler habe aufgrund des Anblicks hyperventiliert, zwei weitere Schüler hätten ebenfalls Schocksymptome gezeigt.

Die Rettungskräfte seien wegen der hohen Zahl betroffener Kinder mit zwei Rettungswagen, Einsatzleit- und Kommandowagen sowie zwei Notfallseelsorgern zur Schule geeilt. Von der Schulleitung waren in der Zwischenzeit die Eltern der betroffenen Kinder informiert worden.

Am Ende wurden zwei Kinder im Krankenhaus behandelt, drei Kinder vor Ort durch den Rettungsdienst und zehn weitere Fünftklässler durch die Notfallseelsorge. Ernsthaft verletzt wurde niemand, es blieb bei leichten Blessuren. Schulleiter Wilfried Bock und Martin Wüller lobten, ebenso wie die Feuerwehr, besonders die vorbildliche Erstversorgung der Verletzten durch die Jungen und Mädchen des Schulsanitätsdienstes.

(tv/bea)