Im Cinetower Alsdorf entstehen zwei neue Kinosäle

Cinetower Alsdorf : Im ehemaligen O-Club entstehen weitere Kinosäle

Im Cinetower entstehen zwei neue Kinosäle, die voraussichtlich ab Oktober zusätzlichen Platz für 100 bis 105 Gäste bieten. Damit soll auch das Filmangebot ausgebaut werden.

Mit dem Start der Arbeiten im Cinetower wird der O-Club endgültig zum ehemaligen O-Club. Der Veranstaltungsort muss der Einrichtung weiterer Kinosäle weichen. Damit will die Betreiberfamilie Stürtz künftig mehr neue Filme zeigen können und Luft schaffen, um besonders erfolgreiche Filme länger im Programm zu halten. Am 17./18. Mai wird die alte Einrichtung entfernt, wie Sebastian Stürtz erklärt, Entrauchung und Boden kommen neu. Geplant ist, zwei neue Säle mit einmal 60 bis 65 Plätzen und einmal 40 Plätzen zu errichten.

Das Angebot soll im Vergleich zur Vergangenheit breiter werden – eine Reaktion auf sich verändernde Besuchervorlieben. „In unseren Augen ist eine größere Programmvielfalt sinnvoll“, erklärt Sebastian Stürtz, künftig wolle man neben den Blockbustern auch anspruchsvollere Filme ins Programm nehmen. Die Erweiterung der Filmpalette diene jedoch nicht dazu, das Cinetower zu einem Programmkino umzugestalten, wo das Angebot noch spezieller sei. „Der Blockbusterbereich ist nicht mehr so groß, wie er einmal war“, erklärt Stürtz. In Deutschland spreche man ab drei Millionen Besuchern von einem Mega-Blockbuster. Die aber würden seltener – die Zahl von Filmen à la James Bond, die Millionen von Menschen hierzulande ansehen, nehme ab. Über 600 Filmstarts pro Jahr in Deutschland seien auf der anderen Seite einfach zu viel, um alles zeigen zu können. Die Tragikomödie „Green Book“ zum Beispiel habe man in Alsdorf nicht spielen können.

Kurzfristig reagieren

Ein anderes Beispiel sei das biographische Filmdrama „Bohemian Rhapsody“ über die Rockband Queen, das einige Zeit nach Start in den Kinos noch einmal regen Zulauf erfahren habe, nachdem der Film bei der jüngsten Oscarverleihung etliche Auszeichnungen erhalten hatte. Darauf könne man mit zusätzlichen Kinosälen besser reagieren.

Wenn alles nach Plan läuft, können die ersten Filme etwa ab Mitte bis Ende Oktober in den neuen Sälen auf der Leinwand zu sehen sein.

Mehr von Aachener Nachrichten