Gesamtschule Alsdorf: Freude über Erweiterungsbau

Freude über Erweiterungsbau : Flexibles Schmuckstück an der Gesamtschule Alsdorf

Die mediale Ausstattung ist noch nicht komplett, sie wird erst im Laufe des Schuljahres angeschafft. Doch das bedeutet nicht, dass der Erweiterungsbau der Gustav-Heinemann-Gesamtschule in Alsdorf bis dahin nur herumstehen und hübsch aussehen wird.

Er kommt dem Schulbetrieb ab sofort zu Gute – sei es für Klausuren, für Schulpflegschaftssitzungen oder den offenen Ganztag. An der Gesamtschule hat man den Erweiterungsbau schon seit langem herbeigesehnt, pünktlich zum Schulstart wurde er nun offiziell eröffnet und an die Schule übergeben.

Knapp eine Million Euro hat das gute Stück gekostet, finanziert wurde es mit Mitteln aus dem NRW-Förderprogramm „Gute Schule 2020“, umgesetzt durch die Stadtentwicklung Alsdorf GmbH (SEA). Ralf Bauckenhage, der Mitglied der erweiterten Schulleitung ist und den erkrankten Direktor Martin May vertrat, bezeichnete den Erweiterungsbau im Rahmen der Eröffnung als „unser neues Schmuckstück“ und „Grundstein für eine moderne Unterrichtsmethodik“.

Sportlicher Zeitrahmen

Das „Schmuckstück“ ist ein eingeschossiger, mit einem flachen Pultdach versehener Massivbau mit Lärchenholzfassade. Es ist barrierefrei gebaut und bietet zwei beziehungsweise vier Räume – je nachdem, ob die mobilen Trennwände gerade eingezogen sind oder nicht. Gerade auf diese flexible Nutzung hatte die Schule besonderen Wert gelegt. Die Bauarbeiten an dem 379 Quadratmeter Bruttogrundfläche messenden Gebäude waren am 15. Oktober vergangenen Jahres gestartet und sind damit innerhalb eines durchaus recht engen Zeitrahmens vollzogen worden. „Ich wollte etwas Wertiges schaffen, aber ohne goldene Wasserhähne“, erklärte Architektin Barbara Löning ihre Herangehensweise.

Schnell noch ein Erinnerungsfoto vor dem Neubau: (v.l.) Marion Wingen, Leiterin des Alsdorfer Presseamts, lichtet stellvertretenden Bürgermeister Friedhelm Krämer, Bürgermeister Alfred Sonders, Architektin Barbara Löning und Ralf Bauckenhage, Mitglied der erweiterten Schulleitung, ab. Foto: Jan Mönch

Bürgermeister Alfred Sonders (SPD) beleuchtete indes auch den Kontext der Alsdorfer Schullandschaft als Ganzes. 80 Millionen Euro habe die Stadt in den vergangenen zehn Jahren in die Schulinfrastruktur gesteckt und sei so „Stück für Stück vorangekommen“. Mittlerweile sei man mit den notwendigen Erneuerungen und Sanierungen „fast durch“. „Das geht nur mit großer Einsatzfreude, ein Stückweit braucht es auch Liebe und Herzblut“, bedankte Sonders sich bei allen Beteiligten.

Die Gustav-Heinemann-Gesamtschule hat davon in diesem Sommer nicht nur in Form des Erweiterungsbaus besonders profitiert. 370.000 Euro wurden für die Erneuerung der Gebäudetechnik ausgegeben und weitere knapp 100.000 Euro für die Sanierung von Heizungskomponenten. Zusammen mit der Million für den Erweiterungsbau macht das einen Großteil der 5,5 Millionen Euro aus, die diesen Sommer in die Schulinfrastruktur fließen.

Immer im Blick hat die Stadt den steigenden Platzbedarf, bedingt vor allen Dingen durch den Offenen Ganztag, den laut Prognose bald 1200 junge Alsdorfer in Anspruch nehmen werden.

(jpm)
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