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Förderkreis für Kinder und Familien: Ganztagsangebot in Alsdorf hat starken Zulauf

Förderkreis für Kinder und Familien : Ganztagsangebot in Alsdorf hat starken Zulauf

Der Förderkreis für Kinder und Familien zieht eine positive Bilanz in Sachen Offene Ganztagsschule. Und sieht sich für die Aufgaben nach der Corona-Pandemie gut aufgestellt.

Die Nachfrage für das offene Angebot an Alsdorfer Grundschulen wächst stetig. An den Grundschulen steigt die Zahl der Schüler, die an den Betreuungs- und Förderprogrammen des Alsdorfer Förderkreises für Kinder und Familien (AKiFa) in Kooperation mit den Schulen durchschnittlich um vier Prozent pro Schuljahr. Im laufenden Schuljahr sind es 869 Schüler, 58 Prozent aller Schüler der offenen Ganztagsgrundschulen in Alsdorf.

Im offenen Angebot geht es verstärkt um die Förderung der Interessen und Stärken der Schüler durch zusätzliche themen- und fachübergreifende sowie freie Angebote und Projekte.

Gemeinsam gelingt es in den Grundschulen immer besser, an den Unterrichtstagen von 8 bis 16 Uhr ein schülerorientiertes Gleichgewicht zwischen Anspannung und Entspannung sowie Ruhe und Erholungsphasen mit frei wählbaren Zeiten für die Schüler zu gestalten. Auch die besonderen Angebote in den Schulferien in Kooperation mit dem Jugendamt der Stadt sind für Kinder und Eltern ein wichtiger Bestandteil des Gesamtangebots des offenen Ganztags.

Insgesamt bildet ein für die Grundschüler und für die Eltern verlässliches Zeitraster von Lernzeiten, pädagogischem Mittagstisch und Förderkonzepten in Arbeitsgemeinschaften wie Kunst, Theater, Musik, Werken, Sport und Experimenten in Natur und Umwelt das Gerüst zur Stärkung der Kinderpersönlichkeiten. Bildung ist hier mehr als Unterricht. Eltern können ihre Aufgaben in Familie und Beruf besser vereinbaren – ein positiver Effekt auch für Arbeitgeber.

An weiterführenden Schulen in Alsdorf ist der Verein AKiFa Partner für ergänzende Angebote in außerunterrichtlichen Bereichen.  Das Kooperationssystem der Alsdorfer Schulen mit dem Schul- und Jugendhilfeträger Stadt Alsdorf sowie mit AKiFa hat sich in den letzten 15 Jahren sehr bewährt.

Das gilt aktuell auch für die Bewältigung der Folgen der Corona-Pandemie. Alle Beteiligten wollen dieses System weiterführen und weiter entwickeln. Es geht schon jetzt darum gemeinsam gut vorbereitet und aufgestellt zu sein, wenn ab 2025 der bundespolitisch gewollte Rechtsanspruch auf eine Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder in Alsdorf umgesetzt werden soll. Die dafür erforderlichen pädagogischen Fachkräfte, insbesondere Erzieher, stehen derzeit auf dem Arbeitsmarkt nicht genügend zur Verfügung. Aus diesem Grund werden bei AKiFa gegenwärtig 13 Mitarbeiter in einem dreijährigen Modellbildungsgang „Praxisintegrierten Ausbildung (PIA)“ zum/zur staatlich anerkannten Erzieher ausgebildet.

In der Mitgliederversammlung wurde die Aufgaben- und Finanzentwicklung beraten und von den Mitgliedern positiv beurteilt. Der Vorstand musste neu gewählt werden. Heinz Günther Dohm, ein Mitbegründer von AKiFa und seit 15 Jahren Vorsitzender, stand aus Altersgründen für eine Wahl nicht mehr zur Verfügung. Als Vorsitzende wurde die Schulleiterin der OGS Broicher-Siedlung Constanze Müller gewählt. Wiedergewählt wurden Anke Libber als Stellvertretende Vorsitzende und Klaus Spille als Geschäftsführer. Weitere Vorstandsmitglieder sind die Schulleiter Johannes Arnouts und Rainer Hinrichs.

(red)