Europafest in Alsdorf: Feurig und fröhlich in Schwarz-Gelb-Rot

Europafest in Alsdorf : Feurig und fröhlich in Schwarz-Gelb-Rot

Kirmes auf dem Annaplatz, Fassanstich durch Alsdorfs Ersten Bürger, ein farbenfrohes Feuerwerk, das den Himmel erstrahlen ließ, mit LED bestückte Modellflugzeuge der „Luftsportgruppe Lattendreher“, die am dunklen Nachthimmel so manches Kunststück zu rockiger und poppiger Musik darboten: All das trug zum gelungenen Auftakt des 34. Europafestes bei, das die ehemalige Bergbaustadt diesmal mit dem Partnerland Belgien feierte.

Höhepunkt am Europafest-Sonntag war dann der große Umzug durch die Innenstadt.

Schaufenster waren passend zum Partnerland in Schwarz, Gelb und Rot dekoriert, und einmal mehr säumten viele kleine und große Besucher aus Nah und Fern den Straßenrand – teilweise Fähnchen in den Farben des Mottolandes schwenkend. Zackige Marschrhythmen erklangen, und im farbenprächtige Festzug setzten sich viele Alsdorfer Vereine und Gäste von außerhalb einmalmehr in Szene.

Auch die Feuerwehr Alsdorf war zu sehen. Angeführt vom eigenen Spielmannszug „Vereinte Freunde Hoengen“ hatte sich die Gesamtwehr mit einigen Einsatzfahrzeugen sowie zahlreichen haupt- und ehrenamtlichen Einsatzkräften, Mitgliedern der Ehrenabteilung sowie Jungen und Mädchen der Jugendfeuerwehr, die ihr 50-jähriges Bestehen feiert, in die Europafest-Karawane quer durch die City eingereiht.

Eindeutig was fürs Auge: Das Eröffnungsfeuerwerk am Freitag. Foto: dag/Dagmar Meyer-Roeger

Abgerundet wurde das „Feuerwehr-Angebot“ durch Einheiten der benachbarten Feuerwehren, die sich anlässlich des Goldjubiläums der Jugendfeuerwehr anschlossen.

Aus dem Partnerland zog die Folkloregruppe „Het Weverke“ aus Genk im Festzug mit. Fahnenschwenker aus der Region boten Kostproben ihres Könnens. Prächtige alte Landmaschinen komplettierten den Tross.

Höhepunkt des Europafests war der Festzug durch die Innenstadt am Sonntag. Hier zu sehen: Musica Limburg. Foto: dag/Dagmar Meyer-Roeger

Eindrücke gab es an allen Ecken zu sammeln. So konnten Literatur-Liebhaber beim Bücherflohmarkt vor der Stadthalle erfolgreich auf Schnäppchenjagd gehen. Verkaufsstände, Modenschauen, Konzerte, Autoshows, „landestypisches Frühstück“ und vieles mehr gehörten zum Angebot. Festbesucher konnten im Autoscooter die eigenen Fahrkünste unter Beweis stellen oder einfach mit dem Karussell ein paar Runden drehen.

Zahlreiche Händler luden am verkaufsoffenen Sonntag zum Bummeln, Stöbern und Kaufen ein. Der Duft von Crêpes und Gegrilltem lag in der Luft. Es lockten verschiedenste Spezialitäten – auch aus Belgien.

„Eingeflogen“ aus der Nachbarstadt: Die Fahnenschwenker vom Elchenrather Jungenspiel. Foto: dag/Dagmar Meyer-Roeger

Mit ihrer „Oldie-Night“ sorgte die KG Scharwache auf dem St. Brieuc-Platz für stimmungsvolle Stunden. Popmusik, Schlagerhits und Ohrwürmer präsentierten „Silvi und Ralf“ auf der Bühne am Denkmalplatz. Hier spielten zudem The Big Boys Alsdorf & Lady of Saxophone auf.

Für die Unterhaltung der älteren Festbesucher sorgte der traditionelle Seniorennachmittag am Samstag. Ein breit gefächertes Unterhaltungsangebot mit Livemusik und Animation für Kinder bot ABBBA. Kinderanimation lockte vor den Cinetower. Und die Jugendfeuerwehr feierte ihr Goldjubiläum im Langhaus im KuBiz.

Bunt, schnell, laut: Auf der Kirmes am Annaplatz konnte einem schon mal schwindelig werden. Foto: dag/Dagmar Meyer-Roeger

Einmal mehr organisiert hatten das Europafest, bei dem es ganz viele fleißige Helfer und großzügige Sponsoren gab, die Stadt, die Aktionsgemeinschaft Stadtmarketing und das Partnerschaftskomitee.

Letzter Tag des Kirmesrummels mit Fahrgeschäften für Groß und Klein, Spiel- und Los-Buden sowie einigen Ess- und Getränkeständen ist der Montag. Außerdem hält ab 19 Uhr Prof. Dr. Frank Pohle im Ratssaal des Rathauses einen Vortrag zum Thema „Ein Staat zerbricht – das Ende des Königreichs der Vereinten Niederlande und die Geburt Belgiens“.

Schlagerhits und Oldies am laufenden Band: Das Duo „Silvi und Ralf“ hatte auf dem Denkmalplatz sein Publikum bestens im Griff. Foto: dag/Dagmar Meyer-Roeger
Mehr von Aachener Nachrichten