Drei Verletzte bei schwerem Unfall nach Verfolgungsjagd mit Polizei

Drei Verletzte : Schwerer Unfall nach wilder Verfolgungsjagd

In Alsdorf hat sich am frühen Mittwochabend ein schwerer Verkehrsunfall ereignet. Nach einer wilden Verfolgungsjagd mit der Polizei krachte der Fluchtwagen wohl mit Vollgas in ein anderes Auto.

Ein Verkehrsunfall im Hoengener Ortskern hat am frühen Mittwochabend drei Verletzte gefordert und einen größeren Einsatz von Polizei und Rettungskräften nach sich gezogen. Der Unfall ereignete sich gegen 19.40 Uhr, als ein silberner Kleinwagen von der Jülicher Straße auf die Schillerstraße einbog und dabei mit zwei weiteren Fahrzeugen kollidierte.

Dazu kam es folgendermaßen: Polizeibeamte wollten einen silbern Kleinwagen auf der Blumenrather Straße in Mariendorf kontrollieren. Anstatt anzuhalten, missachtete der 29- jährige Fahrer aber das Blaulicht, Horn und Yelp- Signal der Polizei und fuhr weiter. Mit teils sehr hoher Geschwindigkeit raste er in Richtung Hoengen davon. Bei seiner Fahrt über die Blumenrather Straße überholte der 29- jährige Alsdorfer trotz Gegenverkehr. An der Kreuzung Eschweiler Straße/ Marienstraße missachtete er die rote Ampel und fuhr ungebremst an den wartenden Autos vorbei auf die Kreuzung und bog ab.

Auf der Marienstraße mussten ihm mehrere entgegenkommende Autos ausweichen und stark abbremsen. Die rücksichtslose Fahrt ging weiter über die Bergstraße und die Pützdrieschstraße. Im Einmündungsbereich zur Schillerstraße mussten der Fahrer und ein von links kommender Pkw vollbremsen, um nicht ineinander zu krachen. Bei diesem Manöver wäre der silberne Fluchtwagen fast in parkende Autos geprallt.

Foto: Feuerwehr Alsdorf

Die Fahrt des 29- Jährigen endete an der Kreuzung Schillerstraße/Jülicher Straße/Lessingstraße. Mit Vollgas raste er auf die Kreuzung, missachtete die Vorfahrt und stieß mit einem Auto zusammen. Durch den Aufprall wurden beide Autos umhergeschleudert. Der Pkw aus dem Querverkehr krachte dabei noch gegen ein weiteres Fahrzeug.

Der 29-jährige Alsdorfer blieb unverletzt und versuchte, seine Flucht zu Fuß fortzusetzen. Die Beamten konnten ihn jedoch im Bereich der „alten Bahntrasse“ stellen und festnehmen. Er stand unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln. Am Unfallort fanden sich neben der Polizei derweil Einsatzfahrzeuge der hauptamtlichen Alsdorfer Feuerwehrwache, drei Rettungswagen und ein Notarzt ein. Sie kümmerten sich um die drei Verletzten. Alle Personen wurden von dem alarmierten Rettungsdienst und Notarzt zunächst versorgt und dann in umliegende Krankenhäuser transportiert.

Alle drei Unfallfahrzeuge waren nach der Kollision nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden. Für die Dauer der Einsatzmaßnahmen musste die Jülicher Straße von der Kreuzung Ecke Wardener Straße bis zur Kreuzung Ecke Kirchstraße voll gesperrt werden. Die Polizei war mit einem Großaufgebot vor Ort, da das Geschehen zahlreiche Schaulustige anzog.

(red/pol)