Die neue Leitungsebene der Alsdorfer Feuer- und Rettungswache

Markus Dohms und Christian Becker: Neue Spitze von Wache und Wehr hat bereits eine Agenda

Feuer- und Rettungswache und Feuerwehr in Alsdorf haben einen neuen Leiter: Markus Dohms. Der neue Stellvertreter heißt Christian Becker.

Natürlich habe er sich Gedanken darüber gemacht, ob er diese Stelle auch wirklich antreten will, sagt der neue Leiter der Feuer- und Rettungswache und Leiter der Feuerwehr in Alsdorf, Markus Dohms. Es handele sich schließlich um eine sehr wichtige Aufgabe mit enorm viel Verantwortung, da schüttle man eine Entscheidung nicht mal eben so aus dem Ärmel.

Aber der 47-Jährige – verheiratet, eine achtjährige Tochter – ist vorbereitet. Seit 2015 war er Stellvertreter von Peter Adenau, der am Samstag (9. März) offiziell in den Ruhestand verabschiedet worden ist. „Da konnte ich schon viele Eindrücke gewinnen und ich gehe nicht blauäugig an den Posten heran.“ Mehr Verpflichtungen und mehr Termine kämen nun auf ihn zu, auf die er sich aber freue.

30 Jahre Feuerwehrerfahrung

2019 ist Dohms’ 30. Jahr bei der Feuerwehr, er kennt sein Metier. Deshalb hat die Alsdorfer Wehr aus den eigenen Reihen ihn vorgeschlagen, um Adenau auf dem Chefsessel der Feuer- und Rettungswache und der Feuerwehr nachzufolgen.

Nach seinen Anfängen bei der Freiwilligen Feuerwehr, genauer beim Löschzug Hoengen, hatte Dohms seine berufliche Laufbahn mit der Ausbildung bei der Werksfeuerwehr im Forschungszentrum Jülich begonnen, das damals noch Kernforschungsanlage hieß. 2001 wechselte er in die hauptamtliche Wache nach Alsdorf. „Es fühlt sich noch unwirklich an“, sagt er über seine neue Aufgabe.

Allerdings weiß Dohms schon sehr genau, worauf es ihm als neuer Mann an der Spitze der Alsdorfer Wehr ankommt: den Erhalt der Leistungsfähigkeit der Truppe, darauf, dass die Feuerwehr in der Öffentlichkeit sichtbar ist, um weiterhin Nachwuchs für die Jugendfeuerwehr zu begeistern. Letztere feiert in diesem Jahr ein großes Jubiläum – 50 Jahre Jugendfeuerwehr –, das natürlich auch gebührend gefeiert werden soll. Auf die Verknüpfung von Haupt- und Ehrenamt will Dohms ebenfalls ein Auge haben und beide stärker verknüpfen, zum Beispiel durch gemeinsame Übungen.

Transparenz und Ehrlichkeit seien ihm ebenso wichtig wie der Respekt vor anderen, unabhängig von Rang und Name, sagt Dohms. Ein gewichtiger Grund, sich für den Posten zu entscheiden, sei das Wissen darum gewesen, ein hervorragendes Team hinter sich zu haben. Seinen Nachfolger als stellvertretender Leiter etwa. „Mit Christian Becker habe ich eine absolute Vertrauensperson an meiner Seite“, sagt Dohms.

Christian Becker gehörte 2008 zum ersten Jahrgang, der unter Peter Adenau eingestellt wurde. Der 36-Jährige – verheiratet, ein dreieinhalb-jähriger Sohn – war zuvor beim Rettungsdienst in Jülich und der Städteregion. Nach dem Zivildienst hatte er zunächst Rettungsingenieurwesen in Köln studiert.

Die beiden sind Adenau dankbar, dass sie sich so gut auf ihre neue Aufgabe vorbereiten konnten. Adenau habe große Verdienste erworben, unter anderem was die Entwicklung der Feuer- und Rettungswache und die Personalstärke dort angehe. Derzeit arbeiten auf der Wache 60 Menschen hauptberuflich, 54 Feuerwehrleute und sechs Angestellte im Rettungsdienst. Ab April kommen sechs Auszubildende hinzu. Begeistert sind Dohms und Becker auch vom Rückhalt aus Politik und Stadtverwaltung. Egal ob Bürgermeister Alfred Sonders, der Erste Beigeordnete Ralf Kahlen oder Jürgen Kochs, Leiter des Bürger- und Ordnungsamts – alle stünden zu 100 Prozent hinter der Feuerwehr.

Die neue Führungsspitze von Wache und Wehr wird ganz aktuell auch mit der Beschaffung neuer Fahrzeuge beschäftigt sein, die für das laufende Jahr geplant ist. Ein neuer Kommandowagen wird ebenso wie ein neues Mittleres Löschfahrzeug (MLF) in den Hallen der Wache erwartet. Ein weiteres MLF wird für den Standort Bettendorf angeschafft. Die Fahrzeuge ersetzten ältere Modelle, die ausgemustert werden.

Besonders am Herzen liege ihnen, das betonen Dohms und Becker unisono, die Prävention. Am besten sei schließlich immer noch, wenn die Feuerwehr gar nicht erst zu einem Einsatz ausrücken müsse, weil der Anlass von vornherein verhindert werde. Und deshalb soll neben der Ausbildung von Brandschutzhelfern auch die Brandschutzerziehung in Schulen und Kindergärten weiterhin im Fokus ihrer Arbeit stehen.

Mehr von Aachener Nachrichten