Alsdorfer Ferienspielangebot muss in die Marienschule ausweichen

Ferienspiel „Hüttenhausen“ : Trotz Umzug eine schöne Zeit erlebt

Eine Hiobsbotschaft erreichte die Veranstalter des beliebten Ferienspielangebots „Hüttenhausen” in der Rosenstraße. Das Gelände wurde vor einigen Wochen von behördlicher Seite aus gesperrt, Sicherheitsbedenken gaben hierzu den Ausschlag.

Der alte Eisenbahnwaggon im Eingangsbereich diente seit je her als „Kommandozentrale”, war jedoch arg in die Jahre gekommen. Das liebgewonnene Schmuckstück hatte keine Chance mehr auf Rettung, wurde bereits komplett entfernt. Die „Hüttenhausener” waren gezwungen, kurzfristig umzuziehen.

In der nahegelegenen Marienschule fanden sie eine neue Bleibe, bis die Umbaumaßnahmen am Areal in der Rosenstraße abgeschlossen sind. Dagmar Schäfer, Mitarbeiterin im städtischen Jugentreff „Altes Rathaus” und Leiterin der Ferienspiele, nahm die Herausforderung sportlich: „Wir sind alle ein Stück näher zusammengrückt. Trotz des Umzugs konnten wir viel mit Holz arbeiten. Wir haben alle Materialien und die gesamte Ausstattung hierhin gebracht.”

Logistischer Aufwand

Das Motto „Peter Pan in Nimmerland” erreichte also gewissermaßen eine Metaebene, da viele Stammgäste buchstäblich „neues Land” erkunden mussten. Das im „alten” Hüttenhausen so beliebte Werken wurde an der Marienschule nahtlos fortgesetzt.

Den Hüttenhausenern standen Mensa, Küche sowie das gesamte Außengelände zur Verfügung. Laubsägen, Töpferarbeiten und Holzarbeiten hielten die Kids in ihrem Bann. Wer eine kleine Abkühlung von der Hitze benötigte, für den gab es einen Geheimtipp: Die Sporthalle auf dem Gelände spendete aufgrund der guten Isolierung angenehm kühle Temperaturen und diente darüber hinaus als Austragungsort für spannende Sportwettbewerbe.

Der Jugendhilfeverein „VorOrt”, der in Kooperation mit der Stadt als Veranstalter der Ferienspiele fungiert, zeigte sich erfreut und erleichtert über die schnelle und gute Reaktion der Stadt. Ausflüge ins „Nimmerland” standen natürlich in diesem Jahr ebenfalls auf dem Plan. Sowohl der Jülicher Brückenkopfpark als auch der Broicher Weiher dienten als Reiseziele für die knapp 80 Teilnehmer. Zehn Ehrenamtler sowie Serge Salimou als pädagogische Fachkraft arbeiteten als „Teamer” während der drei Wochen.

Alle gemeinsam hoffen trotz der schönen Zeit in der Marienschule, bald wieder auf das angestammte Areal in Hoengen zurückkehren zu können. Vom Haupteingang aus gesehen werden auf der linken Seite ein paar Meter an die AWO-Kita abgetreten, während vom benachbarten Grundstück auf der rechten Seite ein paar Meter hinzu kommen sollen.

(yl)