Alsdorf-Ofden: Ausstellung Querschnitt im Schaffrath-Atelier 2019

Vernissage und Sonderführung : „Querschnitt“ zeigt Schaffrath-Werke

Selten oder bislang noch gar nicht der Öffentlichkeit zugänglich gemachte Arbeiten ihres Vaters hat Ursula Schaffrath-Busch für die Ausstellung „Querschnitt“ zusammengestellt.

Der international bekannte Künstler Ludwig Schaffrath wäre am 13. Juli 95 Jahre alt geworden. Deshalb lädt der Förderverein Schaffrath­­­­­­­­haus am 30. Juni ab 11.30 Uhr zur Vernissage im ehemaligen Ofdener Atelier des Künstlers an der Theodor-Seipp-Straße 118.

Aus seinem Spätwerk dürfen sich die Besucher auf die Schwanengesänge freuen wie auch seine Reihen „Lagune“ und „Noren“, die aus Schaffraths japanischer Zeit stammen. „‘Lagune‘ ist entstanden, weil er so beeindruckt von dem Landeanflug auf Tokio und dem Blick aus dem Flugzeug war“, berichtet seine Tochter.

Mit „Noren“ sind japanische Vorhänge gemeint, die ihn ebenfalls zu einer bunten Serie inspiriert haben. Die „Noren“-Reihe ist mit seinem persönlichen japanischen Stempel versehen. „Mein Vater hatte ja immer sein Skizzenbuch dabei. Alles, was er gesehen hat, hat er verarbeitet“, schildert Ursula Schaffrath-Busch.

Noch aus den 60er Jahren stammen Bilder, in denen er Acryl und Öl gemischt hat, um daraus organische Figuren zu schaffen. Noch älter sind die Hinterglasmalereien, die ein wenig an die Bilder von Picasso oder Miro erinnern und eine Loslösung von den christlichen Motiven der anfänglichen Glasmalerei bedeuteten. Schaffrath-Busch datiert sie auf die Jahre 1949 bis 1950. Erst später begann ihr Vater mit der Bleiglasmalerei.

Neben der Ausstellung, die immer samstags und sonntags nachmittags zu sehen sein wird und am 14. Juli endet, lädt der Förderverein zu einer Sonderführung am eigentlichen Geburtstag des Künstlers, dem 13. Juli. Dann nämlich geht es zu zwei Projekten, die Ludwig Schaffrath sehr am Herzen gelegen haben, die er jedoch nicht mehr abschließen konnte. Sie wurden später in seinem Sinne und anhand seiner Entwürfe realisiert, und zwar die Fenster der Grabeskirche St. Josef in Aachen und die Barbara-Kapelle, die letztlich Ehrenamtler fertiggestellt haben.

Die künstlerische Leitung der Sonderführung übernimmt Dr. Dirk Tölke. Sie endet bei einem Glas Sekt im Schaffrathhaus. Eine Anmeldung zu der kostenpflichtigen Veranstaltung ist im Schaffrathhaus ab sofort möglich.

(ust)
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