Alsdorf: Haustiere sterben bei Brand in der Silvesternacht

Wohnungsbrand in Alsdorf : Vater versucht vergeblich, Hund und Katze aus den Flammen zu retten

Die sechsköpfige Familie hatte sich zum Zeitpunkt des Brandausbruchs in der Silvesternacht nicht im Haus aufgehalten, doch für ihre Haustiere, ein Hund und eine Katze, kam jede Hilfe zu spät.

In einem Reiheneckhaus an der Alleestraße war nach Mitternacht in der Silvesternacht ein Feuer ausgebrochen, der Alarm ging um 0.28 Uhr ein. Als die ersten Wehrleute vor Ort eintrafen, hatte sich der Brand bereits auf das gesamte Erdgeschoss ausgebreitet, die starke Hitze hatte eine Fensterscheibe zur Alleestraße hin zum Bersten gebracht, wie Wehrsprecher Christoph Simon berichtet.

Die vier Kinder und die Mutter blieben unverletzt, der Vater musste mit Verdacht auf schwere Rauchgasintoxikation mit Notarztbegleitung in ein Krankenhaus gebracht werden. Er war in das brennende Gebäude gelaufen, um die Haustiere zu holen, konnte seinen Rettungsversuch jedoch wegen der enormen Hitze- und Rauchgasentwicklung nicht vollenden. Die Wehrleute um Einsatzleiter Olaf Gesell drangen umgehend zur Tierrettung ins Objekt vor.

Schnell hatten sie den leblosen Hund gefunden und brachten ihn ins Freie. „Trotz umfassender und längerer Reanimationsmaßnahmen“, wie Simon darlegt, konnte das Tier nicht wiederbelebt werden. Im weiteren Einsatzverlauf bargen die Einsatzkräfte die tote Hauskatze. Mehrere Angriffstrupps unter Atemschutz brachten den Brand zügig unter Kontrolle und verhinderten so, dass sich die Flammen auf das angrenzende Nachbarhaus ausbreiteten.

Das Haus der sechsköpfigen Familie ist unbewohnbar, das Erdgeschoss brannte vollständig aus, und das erste Obergeschoss ist aufgrund der heftigen Rußentwicklung zerstört, wie der Wehrsprecher feststellt. Er lobt die große Hilfsbereitschaft der Nachbarschaft, „die sich umgehend um die Familie kümmerte und sie bei sich aufnahm“.

Nach Beendigung des Löscheinsatzes blieb eine Brandsicherheitswache vor Ort, um eine etwaige Rückzündung durch unerkannt gebliebene Glut- und Brandnester zu verhindern. Wegen der geborstenen Gebäudescheiben wurde das THW zur Eigentumssicherung und Fertigung einer Notverglasung zur Einsatzstelle gerufen. Gegen 4.50 Uhr konnten die letzten Kräfte der Feuerwehr Alsdorf ihren Einsatz beenden.

Angaben zur Brandursache und Schadenhöhe können seitens der Feuerwehr Alsdorf nicht gemacht werden. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

(red)