Baesweiler: Alemannia-Profis testen an der Parkstraße

Baesweiler: Alemannia-Profis testen an der Parkstraße

Rege Geschäftstüchtigkeit kann man den Vorständlern des JSV Baesweiler sicher nicht absprechen. Kaum war das Spiel „gebucht”, da begann auch schon der Karten-Vorverkauf.

Auf dem Baesweiler Kirmesplatz, zwischen Autoscooter, Bier- oder Schießbude, konnten sich Fans die ersten Karten für die Begegnung Alemannia Aachen gegen Preußen Münster sichern. Wenn man denn beispielsweise JSV-Präsident Manfred Müller oder dem Klub-Geschäftsführer Karlheinz Fulik beim Rummelbummel „in die Arme” lief. Am Freitag vor der großen Prunkkirmes des Junggesellenvereins kam Vorstandsmitglied Jörg Schoeberichts mit der ersehnten Zusage der Alemannia zurück. Darauf hatte man seit Februar gehofft und seitdem verhandelt, nun durften die Tickets endlich rausgehen. Terminiert ist die Begegnung des Zweitligisten gegen das Bundesliga-Gründungsmitglied Preußen Münster auf Donnerstag, 30. Juni, 18 Uhr.

Aufstieg in Liga 3

Über die verhältnismäßig frühe Anstoßzeit ist man beim JSV nicht gerade uneingeschränkt glücklich, „aber das war eine Grundbedingung beider Klubs”, erklärt Manni Müller mit Hinweis auf die lange Rückreise, die die Westfalen noch am gleichen Abend auf sich nehmen. Die Begegnung hat, das betonen auch die ausrichtenden Grün-Weißen, einen durchaus hohen sportlichen Reiz: Die Spieler von Trainer Peter Hyballa befinden sich gerade mitten in der Vorbereitung, und die Adlerträger aus Münster sind am 29. Mai souverän in die Dritte Liga aufgestiegen. In den 70ern und 80ern, als bei den Alemannen noch Leute wie Hubert Clute-Simon, Wayne Thomas, Udo Klohs, Wolfgang Dramsch, Winnie Stradt, Heiko Mertes oder Helmut Schütt spielten, waren die Preußen ständige Gegner der Aachener in der Zweiten Liga. Mittelfristig gesehen möchten die Münsteraner dort auch wieder hin.

Aber der Fokus der hiesigen Fans richtet sich natürlich eindeutig in Richtung Kaiserstadt. „Wir haben Alemannia für verhältnismäßig kleines Geld bekommen können”, freuen sich Jörg Schoeberichts, JSV-Schatzmeister Franz Bontenbroich und die übrigen Vorständler, dass der Profikader nun schon im vierten Jahr hintereinander Gast im Stadion an der Parkstraße ist. Und diesem hohen Gast sowie seinen vielen Fans werden gute Bedingungen geliefert. „Wir hoffen in erster Linie, dass das Wetter mitspielt und nicht - wie in den letzten Tagen - kalt und ungemütlich ist”, kalkulieren Müller, Fulik und Co. mit 1500 Zuschauern. Wenn es mehr werden, sind die JSV-Verantwortlichen natürlich auch nicht böse. Karten gibt es jedenfalls reichlich. So steht noch ein guter Teil der 400 Sitzplätze zur Verfügung.

Parkstraße gesperrt

Überhaupt haben die Baesweiler die Preise recht moderat gestaltet. „Im Verhältnis zu früheren Jahren liegen wir sogar noch günstiger”, nennen Kassierer Franz Bontenbroich und sein Vize Dieter Lukasczyk einen Sitzplatzpreis von 7 Euro. Die Stehplatzkarte für sogenannte „Normalzahler” ist für 5 Euro zu haben, Kinder unter 6 Jahren haben freien Eintritt. Ermäßigt (um 2 Euro) sind die Karten für Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 16 Jahren.

Einen Parkplatz in Stadionnähe zu finden dürfte auch kein großes Problem sein. „Es werden genügend Parkplätze zur Verfügung stehen”, verweist Klubchef Manfred Müller unter anderem auf den hinter dem Stadion liegenden Aschenplatz, der geöffnet wird. Zwecklos wird es allerdings sein, die Parkstraße befahren zu wollen. „Dort wird es eine Vollsperrung im Stadionbereich geben”, kündigt Geschäftsführer Karlheinz Fulik an. Stressfreier Parkplatzsuche schließt sich ein komfortabler Service im Stadion an. Vier Getränke- und fünf Grillstände wird der JSV aufbauen. „Seitdem die Schotten vor Jahren bei uns waren und uns die ganzen Wurstbestände wegfutterten, genießen unsere Grillwürste ohnehin einen außergewöhnlich guten Ruf”, lacht Manni Müller.

Er weist auch darauf hin, dass die Alemannen mit ihrem kompletten Kader an der Parkstraße vertreten sind. Dazu wird Manager Erik Meijer Benny Auer, Fabian Bäcker, Reinhold Yabo, Boy Waterman, Thomas Stehle, Timo Achenbach und die anderen verpflichten, reichlich Autogramme zu geben. Denn auch und gerade auf dem Lande haben die Aachener großes Fanpotenzial.