Alsdorf: Aktionsgemeinschaft Alsdorf löst sich nach 35 Jahren auf

Alsdorf: Aktionsgemeinschaft Alsdorf löst sich nach 35 Jahren auf

Die Aktionsgemeinschaft Alsdorf ist offiziell Geschichte. Nach einem einstimmigen Beschluss der Mitgliedschaft hat sich die 35 Jahre alte Organisation aufgelöst. Dieser Beschluss war erforderlich, um gemeinsam die Zukunft anpacken zu können.

Denn die Aktionsgemeinschaft — formal liquidiert — bleibt juristisch noch bis zum 1. August 2015 bestehen, schließt sich aber mit dem Verein Stadtmarketing Alsdorf zusammen. „Wir müssen unsere Kräfte bündeln“, appellierte Aktionsgemeinschafts-Vorsitzender Toni Klein vor der Entscheidung.

1979 wurde die Aktionsgemeinschaft gegründet. Zuletzt hatte sie etwa 90 Mitglieder. Davon wohnten 18 Stimmberechtigte dem Votum bei. Sie entschieden sich einstimmig für die Auflösung. „An den Zielen der Aktionsgemeinschaft wird sich nichts ändern“, versicherte Klein in der Remise der Alsdorfer Burg. Stadt- und andere Feste werden beibehalten, auch die Beitragsstruktur bleibt bestehen. Im klassischen Sinne sei die Auflösung ja eigentlich gar keine, denn man geht ja in den Stadtmarketing-Verein über, wirkten Klein und seine Vorstandskollegen Thomas Bongartz oder Stefan Heffels nicht übermäßig traurig.

„Dies ist ein Neuanfang und eine Chance uns weiter zu entwickeln“, betonte Klein und sprach von einem historischen Tag in der Geschichte der Aktionsgemeinschaft. Die Formänderung begründete Toni Klein auch damit: „Unsere zahlreichen Aktivitäten sind eigentlich nicht mehr in Freizeitarbeit zu stemmen — es ist fast schon ein Vollzeitjob.“

Der Vorstand werde sich, so betonte Toni Klein, „auch in Zukunft engagieren, wenn auch in einem anderen Rahmen“. Wie das aussehen könnte, hatte der Vorstand bereits mit dem Stadtmarketing-Vorsitzenden Peter Steingass und Alsdorfs Bürgermeister Alfred Sonders erörtert. Peter Steingass äußerte große Freude, mit den „neuen“ Kolleginnen und Kollegen künftig zusammenzuarbeiten und bekräftige, „wir möchten gerne für diese Stadt etwas tun“. Die AG hätte „allein auf Jahre wahrscheinlich nicht mehr existieren können, denn für die handelnden Personen wird das immer schwieriger“.

Toni Klein warb im Laufe der Versammlung nochmals dafür, „mehr Einzelhändler zum sehr erfolgreichen und attraktiven Weihnachtsmarkt zu lotsen“. Man plane auch, für die Besucher einen Shuttle-Service einzurichten. Die verkaufsoffenen Sonntage werden sich von vier auf drei Veranstaltungen reduzieren. Das gilt für 2014 und begründet sich mit der „Besucherfrequenz, die nicht wie wünschenswert vorhanden war“.

In 2015 wird es wieder vier Sonntage mit offenen Geschäften geben. Eine große Illumination des Burgparks ist am 28. November vorgesehen. Zudem soll es eine Lasershow zum Europafest geben.

(mas)