Alsdorf: Aktion „Sauberes Alsdorf“ startet wieder

Alsdorf: Aktion „Sauberes Alsdorf“ startet wieder

„Wenn ich sehe, wie Coffe-to-go-Becher in unseren Grünanlagen rumliegen, dann bekomme ich Pickel. Da fühle ich mich persönlich beleidigt, dass unsere Stadt davon verschandelt wird.“ Bürgermeister Alfred Sonders findet deutliche Worte, wenn es um das Thema Sauberkeit im Stadtbild geht, vielmehr, wenn diese Sauberkeit von ein paar Zeitgenossen mit Füßen getreten wird. Dann wird der Verwaltungschef sauer.

Sonders weiß aber auch, dass nicht alle Einwohner ihre Wegwerfmentalität auf den Straßen, Bürgersteigen und Plätzen ausleben. Das merkt er jedes Jahr, wenn die Bürger teilnehmen an der Aktion „Sauberes Alsdorf. Wir machen mit.“ Im vergangenen Jahr waren es insgesamt 1000, die zu Greifzangen und Müllsäcken gegriffen und insgesamt 7,5 Tonnen achtlos Weggeworfenes aufgesammelt hatten.

Alle können mitmachen

„Ich würde mich freuen, wenn es dieses Jahr wieder genauso viele Alsdorferinnen und Alsdorfer sind, die zu einer sauberen Stadt, in der sie wohnen und leben, beitragen“, hofft Alfred Sonders auf regen Zuspruch aus der Bevölkerung.

Schulklassen, Vereine, Organisationen, Firmen und Privatpersonen sollen sich direkt angesprochen fühlen. „In der Vergangenheit waren es insgesamt Tausende, die mitgemacht hat“, weiß auch Peter Steingass, Vorsitzender des Stadtmarketing-Vereins Alsdorf. Er betont auch den sozialen Aspekt der Sammelaktion: „Daran nehmen alle gemeinsam teil, das fördert die Identifikation mit der Stadt und den Mitmenschen. Alle ziehen an einem Strang.“

So sieht das auch Alfred Sonders: „Mit der Sauberkeit einer Stadt beginnt das Image, das sie hat. Und je mehr Bürger daran teilnehmen, desto ausgeprägter ist das Gemeinschaftsgefühl, wird das Bewusstsein dafür geschafft, dass die Stadt ‚wir alle‘ sind und nicht die Verwaltung oder die Politik.“

Einhellig herrscht die Meinung vor, dass sich die Sauberkeit in Alsdorf mit und mit durchgesetzt hat. Ein Beispiel: Waren es bei der ersten Aktion „Sauberes Alsdorf“ noch rund 35 Tonnen wilden Mülls, so waren es im vergangenen Jahr gerade einmal ein Viertel dieses „Wahnsinnsaufkommens“, das zusammengetragen wurde.

Diese Reduzierung ist natürlich nicht alleine dem jährlichen Großreinemachen geschuldet. Durch das eingeführte Territorialprinzip, bei dem die Trupps des Eigenbetriebs Technische Dienste (ETD) für die Reinheit und Pflege ihres jeweiligen Stadtgebiets zuständig sind, ist ein Ruck durch die „Müllfront“ gegangen. „Diese Arbeit, die der ETD leistet“, lobt Peter Steingass, „ist einfach nur prima.“

Stolz auf den ETD ist auch der Bürgermeister. Dennoch lobt er zudem den unermüdlichen Einsatz der freiwilligen Helfer. Auf deren Hilfe sei die Stadt angewiesen: „Ich appelliere an die ordnungsliebenden Bürger, Verstöße von Müllsündern zu melden. Da braucht man kein schlechtes Gewissen haben. Denn deren illegales Entsorgen kostet unser aller Geld.“

Bis zu 500.000 Euro muss die Stadt nämlich jährlich für die Entsorgung wilden Mülls ausgeben — zu Lasten aller Alsdorferinnen und Alsdorfer. Sonders betont zudem den Wert, dass viele junge Alsdorfer bei der Aktion mitmachen: „Die Kinder lernen dadurch früh, dass Abfall in den Mülleimer gehört. Und wer Müll aufsammelt, wirft ihn nicht achtlos weg.“

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