Alsdorf: Aktion „Frauen stärken, in und für Erwerbsarbeit” schafft Kontakte

Alsdorf: Aktion „Frauen stärken, in und für Erwerbsarbeit” schafft Kontakte

Zwischen Blumenstauden und Kartoffelkraut haben gut aufgelegte Frauen ein kleines Fest gefeiert, in ihrem neuen Garten beim Kleingartenverein Kellersberg. Der Garten ist eine von mehreren verschiedenen Aktionen des Projekts „Frauen stärken, in und für Erwerbsarbeit”, getragen von der Katholischen Arbeitnehmer Bewegung (KAB) und der Pfarre St. Castor.

In dem Gärtchen haben die Organisatorinnen ein kleines Häuschen, ein Stückchen Rasen, ein Gewächshaus und einige Beete, für die ihnen die Kleingarten-Vereinsleute schon mal kleine Pflänzchen geben. Dieser Garten, Parzelle 141, an der Mariadorfer Straße neben dem Friedhof, ist für alle interessierten Frauen da.

Jeden Dienstag von 11 bis 14 Uhr steht das Törchen offen und Interessierte können eintreten, um im Sonnenschein auszuruhen oder den grünen Daumen zu betätigen. „Es macht mir von Tag zu Tag mehr Freude”, berichtet Ursula, eine Teilnehmerin. Sie kommt vorbei, um mal eine Stunde Unkraut zu rupfen, einfach nur dem Vogelgezwitscher zu lauschen oder mit anderen Frauen zu reden. Maria Koch, die schon seit 18 Jahren selbst einen Garten in der Anlage besitzt, hilft gern bei der Gartenarbeit. „Jeder, wie er kann”, lautet ihre Devise.

„Wir versuchen, arbeitsmäßig etwas für die Frauen zu tun. Das Angebot richtet sich hauptsächlich an erwerbslose Frauen”, erläuterte Christiane Kreber von „Frauen stärken”. Beispielsweise gibt es eine aktive Nähgruppe, die ihre Arbeiten bei dem Fest ausstellte. Darüber hinaus bieten die gut 30 Frauen regelmäßige Treffen im Castorhaus an sowie Treffen für das Unterstützerinnen-Team, „wo wir überlegen, was wir auf die Beine stellen können”. „Arbeitslos” heiße, komplett aus allem raus zu sein und Kontakte zu verlieren, beschreibt Kreber die Situation der betroffenen Frauen. „Wir wollen Leute in Kontakt bringen.” Kreber sieht die Aktivitäten der Gruppe auch als Symbol in einer auseinanderbrechenden Gesellschaft. „Wir sind da, wir gehören zur Gesellschaft, auch wenn wir kein Geld haben.”

Bei dem Gartenfest sind die Siegerinnen eines Kunstwettbewerbs ausgezeichnet worden, den „Frauen stärken” veranstaltet hat. Frauen sollten Postkarten entwerfen zum Thema „Garten”. Veronika Nievelstein machte das Rennen mit ihrer Minigemälde-Collage. Sie hat Motive mit fleißigen Gartenhänden, Erdbeeren und Spaten zu einem ganzen Bild zusammengfügt. Platz zwei von Sabine Esser zeigt ein romantisches Gartengemälde mit Häuschen und Baum. Martina Skewara malte eine lustige Gießkanne im Gemüsebeet und landete damit auf Platz drei. Die Gewinnerinnen erhielten hübsche Accessoires aus der Nähwerkstatt als Preis.

Frauen, die sich für den Garten oder andere Angebote bei „Frauen stärken” interessieren, können sich melden, Telefon 02404/918941 oder per E-Mail: frauenstaerken@kab.euregiopost.de

Mehr von Aachener Nachrichten