Alsdorf: AfD keine Alternative für die Freie Wählergemeinschaft Alsdorf

Alsdorf: AfD keine Alternative für die Freie Wählergemeinschaft Alsdorf

So schnell kann es gehen: Zu Beginn dieses Monats kündigte der bisherige Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler Alsdorf (FWA), Dietmar Brühl, noch eine Fraktionsgemeinschaft für die kommende Legislaturperiode mit der Partei Alternative für Deutschland (AfD) an — und zwei Wochen später legt er sein Mandat nieder.

Eigentlich war Brühl auf Platz eins der Reserveliste der FWA für den Einzug in den Stadtrat (konstituierende Sitzung am kommenden Dienstag, 24. Juni, 18 Uhr öffentlicher Teil) eingeplant. Aufgrund des Kommunalwahlergebnisses hatte die FWA mit zukünftig nur einem Sitz im Alsdorfer Stadtrat ihren Fraktionsstatus verloren. Eine Lösung, um diesen zu bewahren, hatte Brühl frei nach dem Vorbild von ABU und FDP, die auch eine Fraktionsgemeinschaft anstreben, gesehen. Doch seine Ankündigung — nach Informationen unserer Zeitung ein Alleingang — stieß den politischen Weggefährten der FWA sauer auf.

Vom Ersten Vorsitzenden der FWA, Knut Leufgens, heißt es zum Rücktritt des Fraktionsvorsitzenden offiziell: „Dietmar Brühl wird sein Stadtratsmandat zum 30. Juni niederlegen, aus beruflichen und zeitlichen Gründen.“ Nachdem die Verzichtserklärung beim Bürgermeister Alfred Sonders vorliege, werde die Nachfolge durch die Reserveliste geregelt und erfolgen, nach der auf Platz zwei Josef Nevelz nachrücken und in den Stadtrat einziehen werde.

Knut Leufgens macht aber einen weiteren Umstand unmissverständlich klar: „Eine Fraktionsgemeinschaft beziehungsweise Kooperation mit der AfD wird nicht vorgenommen, da der gesamte Vorstand der FWA diese Konstellation ablehnt.“

Der Vorsitzende räumt aber auch ein, dass „weitere Optionen der Zusammenarbeit geprüft werden, um die Alsdorfer Bürger vor Alleingängen der absoluten Mehrheit zu bewahren“. In welche Richtung eine Kooperation gehen könnte, lässt Leufgens offen. „Eine Entscheidung über eine mögliche Zusammenarbeit erfolgt in Abstimmung mit dem Vorstand der Freien Wähler Alsdorf“, fügt er hinzu, was den Schluss zulässt, dass dies im Falle der Kooperationsankündigung mit der AfD nicht der Fall gewesen ist.

Mehr von Aachener Nachrichten