Alsdorf: „ABBBA“-Start zieht etliche Besucher an

Alsdorf: „ABBBA“-Start zieht etliche Besucher an

So lebhaft und voll wie Mittwoch wird es in den kommenden Wochen in der Alsdorfer Luisenpassage sicher nicht mehr werden. Da gab es vor lauter Andrang stellenweise kein Durchkommen mehr. Viele Hundert wollten sich zum offiziellen Start der Angebote unterm Dach von „ABBBA“ — dem Verein Alsdorfer Bildungs-, Begleitungs- und Beratungsangebote — ein Bild vom neuen Leben in den Räumen machen, die lange Jahre leer gestanden hatten.

Doch wenn in den nächsten Tagen einige von ihnen wiederkommen, können die Macher fürs erste ganz zufrieden sein.

„Heute ist ein sehr guter Tag für Alsdorf“, sagte Bürgermeister Alfred Sonders zum Start auch in seiner Funktion als Vorsitzender des „ABBBA“-Vereins. „Wir bringen hier ein Bündel von Maßnahmen an den Start, um den Stadtkern und damit ganz Alsdorf sukzessive hochzufahren.“ Sukzessive — soll heißen: langfristig. Vieles wird im Rahmen der Sozialen Stadt erst wachsen und bekannt werden müssen.

Ehrenamtler müssen gefunden werden, die mitziehen, helfen, unterstützen. Leute müssen kommen, die die Beratung in Anspruch nehmen wollen. Das wird dauern, schickte Sonders in seiner Rede vorweg. „Aber wir gehen das mit langem Atem an. An diesem Netzwerk wollen wir auch weit über den Förderzeitraum von drei Jahren hinaus festhalten.“ Nun liegt es am Bürger, denn der wird die Messlatte sein. „Schöne neue Räume und schicke Angebote nützen ja nichts, wenn die Menschen nicht kommen.“

Für Bernd Neuendorf, Staatssekretär im NRW-Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport, stand es beim gestrigen Besuch in Alsdorf außer Frage, dass sie kommen werden. „Was Sie hier heute starten, ist ein Beleg für ein außerordentliches Engagement von Verwaltung und Bürgern gleichermaßen.“ Sozusagen ein „solidarisches Projekt im besten Sinne. Ich finde das grandios, was hier passiert“. Vor allem der präventive Ansatz passt ganz zu seinem Metier. „Hier ziehen alle an einem Strang, um Kinder, Jugendliche und Familien möglichst früh und umfassend zu fördern. Dieser Ansatz ist für eine Stadt mehr denn je ein Schlüssel zum Erfolg.“

Wie der Ansatz konkret aussah, konnte er im Anschluss erleben, denn alle Projektpartner stellten sich am Mittwoch vor. Vom neuen Jugendtreff, über eine Küche, in der Jedermann am Herd stehen und lernen darf, bis zu den vielen Beratern mit ihren Hilfen rund um Erziehung und Förderung. Den Kontakt dorthin vermittelt das Stadtteilbüro, das täglich in der Luisenpassage zwischen Otto-Wels- und Luisenstraße erreichbar ist. Infos dort auch unter Telefon 02404/599590.