Würselen: 100 Teilnehmer machen Würselener Sommersport wieder zum Erfolg

Würselen: 100 Teilnehmer machen Würselener Sommersport wieder zum Erfolg

Joel Mbanza ist total aufgedreht. Noch ein paar schnelle Bisse in seinen Snack, dann geht es für ihn, beinahe noch kauend, wieder auf den Turnkasten. Schnell ist er oben, noch schneller dreht sich sein Körper beim anschließenden Salto, den er formvollendet auf der Turnmatte in der Sporthalle an der Lehnstraße beendet.

„Das macht richtig Spaß“, freut sich der Zwölfjährige, der gemeinsam mit Nico Dohm und gut 100 anderen Jugendlichen den Sommersport in Würselen so richtig genossen hat. Gemeinsam mit dem Lions Club vor Ort, bot das Jugendamt der Düvelstadt zum elften Mal die Chance nicht nur auf Begegnung. Denn schon wie in den Jahren zuvor setzten die Organisatoren auch diesmal wieder auf die Neugier der Teilnehmer. Zentrum sind immer die Sportanlagen an der Lehnstraße, die durch ihre tolle Ausstattung drinnen wie draußen exzellente Möglichkeiten bieten, sich auszuprobieren und sich neuen Herausforderungen zu stellen.

„Die erste Woche war aber schon sehr anstrengend“, fand José Herbella, der mit seinem rührigen Team das Ganze seitens der Stadt betreute. Grund dafür ist einfach die Menge an Kindern, die nur darauf wartet, sich an Ballsportarten, Turnen, Tanzen und Ausflügen zu erfreuen.

Einladung zum Grillen

Für die Verpflegung haben die Kinder dabei selbst zu sorgen, es sei denn, es wird, so wie am Abschlusstag, gegrillt. „Montag im Tennisclub Würselen ist auch gegrillt worden“, sagt Herbella, der vor allem die Unterstützung durch den Lions-Club und die Mitglieder des Tennisclubs Würselen (TCW) zu schätzen weiß. „Die haben unsere Kinder eingeladen, nicht nur beim Tennis mitzumachen, sondern auch komplett die Verpflegung übernommen“, erzählt Herbella. Doch die Begeisterung der Teilnehmer, die alles mitmachen können, aber außerhalb der ebenfalls angebotenen Ausflüge nichts mitmachen müssen, ist sehr groß. So liebt Liridon Nuhiju aus Würselen vor allem den Tanz. Mithilfe großer Spiegel in der Turnhalle kann er jede Bewegung bestens nachvollziehen.

Halsbrecherisch breakt der 17-Jährige sich durch sein Programm, zeigt tolle Tricks und tanzt, was das Zeug hält. „Ich kann das nur jedem weiterempfehlen“, sagt er, noch ein wenig außer Puste, „und auch die Ausflüge sind toll.“ Ein Ausflug ging beispielsweise ins Phantasialand, und am Tag danach sind die Auswirkungen des Tages voller Spaß und Bewegung noch deutlich am Teilnehmerfeld des Abschlusstages zu sehen. „Heute kommen die alle etwas später“, sagt José lächelnd, und weiß, dass die Teilnehmer am Würselener Sommersport die Angebote gerne wahrnehmen und abends auch glücklich nach Hause gehen. „Wir haben Tänzer, wir haben Parcoursleute, Fußballspieler, aber wir haben auch Gesang und Comedy angeboten“, wagt der Betreuer noch einen gedanklichen Rückblick auf das gesamte Programm.

Auch der Staatsanwalt war da

Ein Fußballturnier war genauso dabei wie Schwimmen im Aquana. Aber unter der Schirmherrschaft von Bürgermeister Arno Nelles sind auch Besuche des Jugendstaatsanwaltes Joachim Bolder, der Jugendgerichtshelferin Petra Maubach und von Vertretern der Polizei unter den Angeboten gewesen, die auch sehr gut angenommen wurden. Eventuelles Misstrauen gegenüber staatlichen Organen und Helfern konnte so im direkten Kontakt einfach abgebaut werden, worüber sich auch José Herbella freut.

Die Jungs von der Trick-Sprungkiste denken in diesem Moment aber nicht über solche Dinge nach. Für sie zählt vor allem der Spaß an der Bewegung und am tollen Gefühl, einen super Sprung abzuliefern.

(mabie)
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