Eisenbahn-Amateur-Klub Jülich: Zwischen Bahnsteigen und Gleisen

Eisenbahn-Amateur-Klub Jülich: Zwischen Bahnsteigen und Gleisen

Die erste Jahreshauptversammlung des Eisenbahn-Amateur-Klubs Jülich (EAKJ), unter Vorsitz von Michael Wagener, erfolgte im Café Pasqualini, einer für den Verein neuen Lokalität.

Der EAKJ zählt 45 Mitglieder zwischen 14 und 84 Jahren. Als neues Mitglied stieß Klaus Schade zu den Eisenbahnfans, drei Mitglieder verließen den Klub. Dieser ist weiterhin finanziell sehr gut aufgestellt. Wegen der Niedrigzinslage traf der Vorstand aber die Entscheidung, einem weiteren hohen Defizit im Betriebsergebnis entgegenzuwirken.

Unter anderem wird nunmehr jedes Mitglied auf der Versammlung seine Getränke selbst zahlen. Suppe und Servicepauschale übernimmt indes weiterhin der Verein.

Ein großes Thema im Klub bleibt der Modulbau, das Steckenpferd von Wagener und seinem Vize Winfried Banse. In seinem Referat blickte Banse auf die ersten Module des Klubs zu seinem 40-jährigen Bestehen 2016 zurück. Als der EAKJ 2018 eine Einladung vom Tetzer „Spur Null Klub“ erhielt, auf dem ersten Linnicher Modellbahntag seine eigene Anlage vorzustellen, wurden die eigenen Module mit großem Ehrgeiz und in Rekordzeit erweitert.

Die Wahl fiel auf eine Ringstrecke mit Brücke. Damit kein Zug in die geöffnete Brücke fährt, sorgt ein Schalter dafür, dass den benachbarten Modulen der Strom entzogen wird. Ferner gestaltet ein Gleisdreieck die Strecke anspruchsvoller. Zudem wurde ein Bahnübergang für fahrende Autos gebaut. Nicht zuletzt transportierte man die repräsentative Anlage in einer Tasche für Transportmodulköpfe im Oktober nach Tetz, wo so der erste große Außenauftritt im Modulbau gelang.

Nächstes Ziel ist diesbezüglich die Ausstellung in Kerpen im November, für die eine neue digitale Steuerung angestrebt wird. Udo Schulz, Gruppenleiter Modellbahn, hielt die Modellbauaktivitäten und Elektronik der klubeigenen Anlage in Wort und Bild fest. Hier wird unter Federführung von Andreas Banse die elektrische Verdrahtung erneuert und in Kabelkanäle verlegt. Unter der Überdachung im Bahnsteig Reissdorf wurde ein LED-Leuchtband installiert. Der Bahnsteig wurde reich ausgeschmückt, etwa mit Fahrplanauskunftschildern oder Proviant- und Zeitschriftenwagen für die damals noch zu öffnenden Wagenfenster. Für die Verlängerung des Bahnsteigs in Königsbach wurde ein neuer Gleisverlauf konstruiert.

Vorsitzender Michael Wagener (l.) und die Geehrten Maria Becker, Holger Meisen, Udo Schulz und Marc Giesen bei der Jahreshauptversammlung. Foto: Silvia Jagodzinska

Olaf Gardeick gab detaillierte Infos über die schwierige Konstruktion einer selbst gebauten Fußgängerunterführung für die Fahrgäste des Bahnhofs Königsbach auf den Mittelbahnsteig. Vize Banse wies auf den aktuellen Internetauftritt (www.eakj.de) hin, der über Schulungen zur Digitalisierung und Modulsteuerung informiert.

Olaf Gardeick, Koordinator Sonderfahrten, berichtete über die Sonderfahrt 2018 in die Vulkaneifel, wo die EAKJler mit der historischen Brohltalbahn unter Dampf das Brohltal erklommen.

Ziel der Sonderfahrt 2019 ist am Freitag, 28. Juni, das ICE-Werk in Köln-Nippes, mit einer Führung von 14 bis 16 Uhr. Die Anmeldefrist läuft am 18. März aus. Zu den weiteren Aktivitäten 2019 zählen die Messe „Faszination Modellbau“ vom 15. bis 17. März in Mannheim, die Frühjahrstagung am 21. März in Bonn, die auch zur Problembesprechung mit anderen Vereinen geeignet ist. Die Intermodellbau schließt sich vom 4. bis 7. April an, am 18. Mai feiert der „MEC Aachen“ sein 60. Gründungsjubiläum.

Mit seinen Modulen nimmt der EAKJ wieder am 3. November in der Kerpener Europaschule teil, wo die Modellbahngemeinschaft Kerpen-Düren ihren 20. Eisenbahntag begeht.

Schienenbus-Sonderfahrten bieten die Köln-Bonner-Eisenbahnfreunde am 23. und 24. März als Teil des 39. Wesselinger Eisenbahnmarkts mit Börse an. Zudem wurden im Rahmen der turnusmäßigen Neuwahlen Joachim Gerber und Eugen Nieveler zu Kassenprüfern und Rudi Haas zum Ersatzkassenprüfer bestimmt.

(ptj)
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