Zwei neuformierte Bands mit ihrer Premiere in Jülich

Konzert im Kulturbahnhof : Zwei neuformierte Bands mit ihrer Premiere in Jülich

Die Zuschauer im Kulturbahnhof Jülich erlebten ein Konzert unter Freunden mit den Bands „Zero Gravitation“ und „Vapour Eyes“. Beide sind neuformiert und traten erstmals in der Herzogstadt auf.

Eröffnet wurde der Gig von der belgischen Rockgruppe „Vapour Eyes“. Louisa Thielen (Gesang), Dennis Month (Gitarre), Yannick Hermann (Gitarre), Phillipe Decroupet (Bass) sowie Tim Fatzauh (Schlagzeug) präsentierten den Gästen auch eigene Titel, darunter „In Between“.

„Ein Lied über das Studentenleben. Man hat keinen Bock etwas zu machen, muss aber eigentlich“, erklärte Louisa Thielen, die die Texte von „Vapour Eyes“ schreibt, und Dennis Month merkte schmunzelnd an: „Die Entscheidung, ob man das Bier oder den Stift in die Hand nimmt.“

Nachdem die Band mit diesem Song den Abend eröffnet hatte – geprägt war dies durch die Gitarrenriffs und durch für Rock typisches etwas härteres Schlagzeug – folgte kurze Zeit später „Why don’t we“. In der aktuellen Besetzung besteht „Vapour Eyes“ erst seit einigen Wochen, und das neueste Lied der Gruppe, „Why don’t we“, wurde in der Kneipe das erste Mal vor Publikum gespielt.

Nach einem kurzem, immer schneller werdendem Schlagzeugsolo und einem instrumentalen Teil aller Instrumente setzte Louisa Thielen mit ihrer festen Stimme ein und besang das Ergreifen von Chancen und das Durchbrechen des Mainstreams. Der Titel wurde vom Publikum bejubelt.

Danach ging „Zero Gravitation“ auf die Bühne. Das Duo, bestehend aus Marc Mevißen (Gesang, Gitarre) und Drummerin Dana Dohmen, bot Electro Rock.

Wie auch „Vapour Eyes“ waren „Zero Gravitation“ mit ihrer eigenen Musik das erste Mal in Jülich zu hören und ist ebenfalls noch nicht lange in dieser Formation unterwegs.Neben handgemachter Musik auf der Bühne werden die Töne und Rhythmen von Samples, vorher angefertigten Tonspuren, unterstützt. Damit sind nicht nur zwei Musiker zu hören, sondern beispielsweise neben Backgroundmusik auch Chöre erlebbar. „Wir versuchen, mit den Samples eine Brücke zu schlagen. Wir machen damit alles, was wir live nicht umsetzen können“, sagte Marc Mevißen.

Auf der Titelliste stand auch „One Man Show“. Dana Dohmen dazu: „Der erste Song, den wir nach unserer soundtechnischen Neuorientierung gemacht haben.“ Musikalisch inspiriert von „Twenty One Pilots“ handle der Track von einem Eigenbrötler, der zu Hause nicht rauskomme, zu allem Ja und Amen sage und nichts aus seinem Leben mache. Bei der am Ende geschrienen, sich wiederholenden Liedzeile „Say No“ brüllte sich der Sänger gemeinsam mit dem meisten Zuschauern die Seele aus dem Leib.

Mit „Dirty Heart“ fand darüber ein Liebeslied über eine bereits eigentlich geendete Beziehung Gehör.

Damit nicht genug spielte „Zero Gravitation“ zum Ende eine Coverversion von „Shape of you“ (Ed Sheeran), die von schnellen Schlägen Dana Dohmens durchzogen war.

(mio)
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