Linnich: Zwei Neue für das Linnicher St. Josef-Krankenhauses

Linnich: Zwei Neue für das Linnicher St. Josef-Krankenhauses

„Alles hat seine Zeit“, zitierte Krankenhaus-Seelsorgerin Helena Fothen aus dem Buch Kohelet und wandte sich mit diesen Worten an Arjan Mullahi und Alexander Weisser, um sie als neue Mitarbeiter im St. Josef Krankenhaus in Linnich willkommen zu heißen.

Es hatten sich die Mitarbeiter des Hauses, Freunde, Kollegen, Vertreter der Krankenkassen und viele weitere Gäste, darunter auch die Familien, im Restaurant „Jedermann“ in Linnich eingefunden. Für rund 300 Mitarbeiter und rund 100 Patienten haben sie die Verantwortung übernommen.

Arjan Mullahi leitet seit dem 1. Oktober als neuer Chefarzt mit seinem Kollegen Dr. Helmut Saler die Abteilung für Chirurgie. Er übernimmt dabei den Schwerpunkt Orthopädie und Unfallchirurgie.

Für den kaufmännischen Part ist seit dem 1. November Alexander Weisser als kaufmännischer Direktor im Haus zuständig. „Sie haben große Aufgaben übernommen zum Wohle der Kranken und zum Erhalt der Arbeitsplätze. Vieles können Sie übernehmen, aber auch einiges verändern. Sie müssen sich von Ideen verabschieden und ernten Anerkennung für gute Umsetzungen“, zeigte die Seelsorgerin die Licht und Schattenseiten ihrer Tätigkeiten auf. Sie wünschte den beiden neu ins Krankenhausteam Gekommenen auch Oasen der Kraft, dass sie die Schönheiten der Welt sehen und finden. „Arbeit im Krankenhaus ist mehr als nur ein Job. Es geht um Menschen und das zehrt oft“, sagte sie.

Nachdem Gàbor Szük, Geschäftsführer der Caritas Trägergesellschaft West (ctw) die vielen Gäste begrüßt hatte, übernahm Dr. Gerhard Mertes, ärztlicher Direktor des Linnicher Krankenhauses, die Aufgabe seinen neuen Kollegen und sein Betätigungsfeld näher vorzustellen. 1971 in einer albanischen Kleinstadt bei Tirana geboren, absolvierte Arjan Mullahi in seiner Heimat die Schule und sein Studium der Medizin. In Tirana begann er auch seine Ausbildung zum Chirurgen und kam 2001 nach Deutschland, wo er in Norddeutschland an diversen Kliniken tätig war, um seine Spezialisierung zu vertiefen.

2011 begann er seine Tätigkeit als Oberarzt im Krankenhaus Düren. Die Schwerpunkte seiner Arbeit liegen in der Unfallchirurgie, der Endoprothetik und der Arthroskopie. Dazu gehören minimalinvasive arthroskopische sowie offene rekonstruktive Operationen an den Gelenken, Gelenkersatzoperationen sowie Wirbelsäulen und Fußchirurgie. „Ich bin mir sicher, dass die Geschäftsführung mit Herrn Mullahi einen Arzt und Menschen gewählt hat, der zu uns und zu unserem Haus passt“, schloss Merets seine Ausführungen und verriet noch, dass sich Mullahi trotz seiner albanischen Wurzeln mittlerweile als Rheinländer fühle.

Arjan Mullahi selbst freut sich darauf, die chirurgische Tradition am Krankenhaus Linnich fortzusetzen. Stets, so versprach er, dabei den Menschen in den Mittelpunkt zu stellen. Er hat es sich außerdem zur Aufgabe gemacht, das Haus als zertifiziertes Endoprothetikzen-trum zu etablieren und im Bereich der Sport-und Unfallchirurgie zum zertifizierten lokalen Traumazen-trum auszubauen.

Bernd Koch, Geschäftsführer der ctw, übernahm die Aufgabe, den jungen Verwaltungschef Alexander Weisser vorzustellen. 1983 in Aachen geboren, absolvierte er dort sein Abitur und studierte in Maastricht Health Policy, Economics and Management und erlangte darin seinen Masterabschluss. Anschließend sammelte er erste berufliche Erfahrungen am Aachener Luisenhospital und später am Heilig Geist-Krankenhaus in Kempen. Zu seinen Aufgaben gehörten Qualitätsmanagement und Controlling, er war Assistent der Geschäftsführung sowie Projektleiter. Budgetverhandlungen, Finanzplanungen, Leistungscontrolling, gehörten zu seinem Aufgabenbereich ebenso wie Strategieentwicklung, Prozessoptimierung oder Kooperationsmodelle. Koch verriet auch, dass der neue Verwaltungschef ausgebildeter Rettungssanitäter ist und begeisterter Fußballspieler.

Alexander Weisser dankte all seinen neuen Kollegen für die freundliche Aufnahme. In Linnich fühle er sich am richtigen Platz. Die Zukunft wolle er aus zwei Blickrichtungen angehen. „Es ist wichtig zu sehen. Was können wir voneinander lernen und was macht uns hier in Linnich aus. Es ist wichtig, wie auch in einer Fußballmannschaft, Menschen mit verschiedenen Fähigkeiten und Stärken im Team zu haben“, schloss er seine Dankesworte.

(Kr.)