Linnich: Zu schnelles Fahren sauer "belohnt"

Linnich : Zu schnelles Fahren sauer "belohnt"

Dass zu schnelles Fahren gefährlich ist und jedes Jahr viele Opfer im Straßenverkehr fordert, ist leider eine bekannte Tatsache. Besonders in Wohngebieten und vor allem, wenn morgens Schulkinder unterwegs sind, müssen Autofahrer besonders aufmerksam und immer bremsbereit sein. Daher kann überhöhtes Tempo hier besonders fatale Folgen haben. Umso wichtiger ist es, die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit einzuhalten.

Aus diesem Grund fand auch in diesem Jahr wieder eine präventive Verkehrsaktion in der Linnicher Mäusgasse in der Nähe des Schulzentrums statt. Das Ziel ist die Sensibilisierung der Autofahrer für Geschwindigkeiten. Früh morgens und noch einmal mittags wurde gemessen. Die Aktion wurde gemeinsam von der Polizei, der Stadt Linnich und dem Grundschulverband geplant.

Die an der Straße angebrachte automatische Geschwindigkeitsanzeige für durchfahrende Autos wurde hierbei von Hauptkommissar Hans Bläsen überwacht. Jedes zu schnelle Fahrzeug sofort gestoppt. Auf einem Parkplatz neben der Straße, mussten die Fahrer halten . Dort warteten Bürgermeisterin Marion Schunck-Zenker und Kerstin Schmalen von der Stadt Linnich und die Leiterin der Gemeinschaftsgrundschule Susanne Kösters mit den beiden Schülern Tim und Til der Klasse 4b. Mit dem Satz „Wir sind sauer, dass Sie hier zu schnell fahren!“ überreichten die Schüler den Fahrern eine Zitrone als symbolischen Hinweis auf ihr Vergehen.

In einer Dreiviertelstunde wurden insgesamt 15 Zitronen verteilt. Glücklicherweise fuhren nur wenige deutlich zu schnell. Hier griff Bläsen selbst ein und sprach den Fahrern eine deutliche mündliche Verwarnung aus. Es wurden keine Geldstrafen verhängt, da die Ermahnung durch die Kinder ebenfalls eine deutliche Wirkung erzielte. Insgesamt zeigten sich alle Teilnehmer nach einer Dreiviertelstunde sehr zufrieden mit der Aktion und wichtiger noch: Die meisten Fahrer zeigten sich auch einsichtig.

(bw)