Inden: Zu Fuß und auf dem Rad durchs Indeland

Inden: Zu Fuß und auf dem Rad durchs Indeland

Reges Kommen und Gehen herrschte am Sonntag nach der großen Indemann-Party wieder auf dem dem Aussichtspunkt und Wahrzeichen der Region Indeland.

Der Kreis Düren hatte aus Anlass seines 40jährigen Bestehens unter dem Motto „40 Jahre Kreis Düren in Bewegung” eingeladen.

Dieser Slogan bezog sich nicht nur auf die Landschaft, die zurzeit auch bedingt durch den Tagebaubetrieb im Wandel und in Bewegung ist. Auch die Menschen der Region waren dazu aufgefordert sich zu bewegen, zu schauen, neue Eindrücke zu sammeln und neue Menschen kennenzulernen.

Dabei sollte vor allem das Miteinander von Menschen mit und ohne Handicap in den Mittelpunkt gerückt werden, denn als Radaktionstag und integrativer Wandertag war diese Geburtstagsfeier angelegt.

Und so strömten schon am Sonntagvormittag Wanderer und Radfahrer, teils zu Fuß, teils mit dem Rad oder mit dem Shuttlebus zur Goltsteinkuppe, um von dort aus das Wander-und Radwegenetz zu erkunden.

Für die Spaziergänger und all jene, die weniger gut zu Fuß sind, führte ein drei Kilometer langer Weg zum Lucherberger See und wieder zurück. Er war auch gut geeignet für Rollstuhlfahrer und Sehbehinderte. Außerdem hatte sich die Jugendfeuerwehr Inden bereit erklärt, Rollstuhlfahrer zu begleiten. Dieses Angebot nutzte unter anderem der Arbeitskreis Nachbarschaft Winden.

Seit 35 Jahren besteht dieser AK und kümmert sich um Menschen in der Nachbarschaft in schwierigen Lebenslagen. Mit sieben Rollstuhlfahren und weiteren 25 Personen waren sie zum Indemann gekommen, um von dort unterstützt von der Jugendwehr zum See zu wandern. Weiterhin stand Meike Berger vom Berufsförderungswerk Düren bereit, um sich um sehbehinderte und blinde Menschen zu kümmern.

Sie führte sie übers Gelände, damit sie den Indemann über ihr Gehör und ihren Tastsinn erleben konnten. Infomaterial gab es in Punktschrift. Für die geübteren Wanderer stand eine Strecke von 8,5 Kilometer rund um den Indemann zur Verfügung. Einige wanderten 20 Kilometer vom Indemann in die neuen Inde-Auen bis Kirchberg, von wo sie der Shuttlebus zurückbrachte. Die „kurze Fünfzehn”, der „falsche Vierziger” oder die „ganze Zweiundsechzig” waren die Radwege getauft worden, die die Radler je nach Fitness quer durch den Kreise Düren unter die Pedale nehmen konnten.

Rechtzeitig zum Radaktionstag war auch die neue Fahrradkarte mit dem aus den Niederlanden bekannten Knotenpunktsystemen fertig gestellt worden. Zusätzlich standen entlang der Wander- und Radwege sieben Infoposten bereit, um auf die Sehenswürdigkeiten am Rand der Strecke hinzuweisen.

Die Band „Jazz oder nie” sowie das Junge Orchester Kreuzau sorgten am Start- und Zielpunkt, dem Indemann, für Spaß und Unterhaltung und der Nachwuchs durfte sich auf dem Piratenspielplatz oder bei der Kinderrallye amüsieren.

Für jeden Teilnehmer gab es darüber hinaus ein kleines Verpflegungspaket mit Saft oder Wasser, einem Schokoriegel und einem Apfel, damit niemand unterwegs schlapp machte.