Aldenhoven: Zehn Ausstellungsobjekte gehen per Los auf Wanderschaft

Aldenhoven : Zehn Ausstellungsobjekte gehen per Los auf Wanderschaft

Eine außergewöhnliche Aktion leitete den 13. „Internationalen Museumstag“ am 13. Mai ein. Passend zum Motto „Netzwerke Museum: Neue Wege, neue Besucher“ vernetzten sich die zehn Teilnehmer und schickten ein Ausstellungsobjekt aus ihrem Museum per Los auf Wanderschaft.

So landete etwa eine Grubenlampe aus dem Bergbaumuseum „Glück Auf“ im LVR-Kulturhaus Landsynagoge Rödingen, deren „Koscherteller“ mit koscheren Gummibärchen ergatterte sich Marcell Perse, Leiter des Museums Jülich, das Silberjubiläum feiert. Den Sinn der Veranstaltungsreihe brachte Landrat Wolfgang Spelthahn auf den Punkt: „Was ganzjährig höchst effizient und in höchster Wirtschaftlichkeit in den Museen geleistet wird, ins Bewusstsein der Bevölkerung zu bringen.“ Alle Einrichtungen haben ganztägig geöffnet und bieten Führungen, Werkpräsentationen und Mitmachaktionen für Groß und Klein.

Überall ist der Eintritt frei, und dank der Unterstützung der Verkehrsbetriebe Dürener Kreisbahn, Rurtalbahn und RVE (Regionalverkehr Euregio Maas-Rhein) ist die An- und Abreise gratis — als Kontrollbeleg dient der Museumsstempel. Jedes Museum bietet Kaffee und Kuchen, so steht einem „Kulturgenuss am Muttertag“ mit der ganzen Familie nichts im Wege. Das Programm der teilnehmenden Häuser in aller Kürze: Das Bergbaumuseum Aldenhoven (www.bergmaennischer-traditionsverein.de) dokumentiert von 11 bis 17 Uhr die Bergbautradition im Aachener Raum und 7000 Jahre Bergbaugeschichte, inklusive Lampenausstellung.

Entstehung eines Glasgemäldes

Auch der ehemalige Klosterkeller unter dem Museum wird besichtigt. Das Glasmalereimuseum Linnich (www.glasmalereimuseum.de) bietet ab 11 (bis 17) Uhr insgesamt drei Führungen an. Ferner werden dem Besucher ab 14 Uhr die Entstehung eines Glasgemäldes und Glasgravuren veranschaulicht. Begleitend werden ein Malwettbewerb für Kinder mit Preisverleihung und ein ganztägiger Glasflohmarkt organisiert.

Besondere Attraktion im Museum Zitadelle Jülich (www.juelich.de/museumstag) sind von 11 bis 18 Uhr die Blickpunktausstellung „Liebe in den Zeiten der Römer“, veranschaulicht durch eine römischen Liebesfibel aus Hasselsweiler, das aus Amerika heimgekehrte Schirmergemälde „Herbststurm“ und die Fotostation „Der Herzog kommt“. Hier wird der Besuch selbst Teil des historischen Geschehens.

Das LVR-Kulturhaus Landsynagoge Rödingen (www.synagoge-roedingen.lvr.de) vernetzt sich von 11 bis 17 Uhr mit dem LVR-Freilichtmuseum Kommern. Vortrag und Film beziehen sich auf die Bockwindmühle aus Titz-Spiel (bis 1959), die Fachwerkscheune (bis 1961) und Flüchtlingsunterkunft aus Titz-Opherten. Ein Hebräischworkshop leitet den Tag ein.

Das Stadtmuseum Düren (www.stadtmuseumdueren.de) wartet mit stündlichen Führungen durch die neue Ausstellung „Neue Horizonte — 22 Dürener Migrantinnen erzählen“ auf. Die Kurzführungen werden ab 11 (bis 17) Uhr im Stundentakt in der jeweiligen Muttersprache von Projektteilnehmerinnen gehalten, in deutsch, türkisch, polnisch, russisch, italienisch und spanisch. Sinn ist die „Stärkung der Identifikation mit unserer Stadt und dem Museum“.

Das Burgenmuseum Nideggen (www.burgenmuseum-nideggen.de) hat von 12 bis 17 Uhr einen „Spiele-, Bewegungs- und Musiktag“ mit neun Kooperationspartnern unter dem Motto „Gemeinsam sind wir stark“ geplant, der „Generationen zusammenzubringen“ soll. Das Programm der Kunstakademie Heimbach (www.kunstakademie-heimbach.de) konzentriert sich ab 12 (bis 17) Uhr auf das Betrachten der 46. Werkschau und der Ateliers auf der Burg Hengebach und der Schaffung eigener kleiner Kunstwerke. Neben einem Foto-Shooting wird das Bemalen von Vasen und ein Familienworkshop zur Schleifenbandprägung geboten.

Das Leopold-Hoesch-Museum (www.leopoldhoeschmuseum.de) hat eine „Kultur der Inklusion“ ins Leben gerufen. Er wird um 12 (bis 17) Uhr durch eine Tanzperformance der inklusiven und „mixed-aged“ Tanz-Kompanie „nomorerless“ gestartet. Offene Workshops mit den Künstlerrinnen Claudia Kallscheuer und Friederike Gross-Koschinski sowie die Aktion Papierschöpfen auf dem Museumsvorplatz schließen sich an.

Das Töpfereimuseum Langerwehe (www.toepfereimuseum.de) hat von 11 bis 18 Uhr geöffnet und lädt von 14 bis 15 Uhr zur Gestaltung einer eigenen Fliese an der Plattenpresse ein. Eine Führung durch die Mosaikausstellung schließt sich an. Ab 15 Uhr haben Gäste die seltene Gelegenheit, Professor Karl Manfred Rennertz über die Schulter zu schauen. Highlight im Wasserinfozentrum Heimbach (www.wasser-info-zentrum-eifel.de), das von 10 bis 17 Uhr seine Tore öffnet, sind die neue Biber-Vitrine und der ergänzende Vortrag „Biber in der Eifel“. Von 14 bis 17 Uhr wird der Kinderworkshop „Wir basteln uns ein Aquascope“ geboten.

(ptj)
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