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Adventskalender: Zahlreiche Weihnachtspakete für die Tafel gespendet

Adventskalender : Zahlreiche Weihnachtspakete für die Tafel gespendet

Die Jülicher Tafel freut sich über rege Teilnahme bei der Weihnachtskistenaktion, die unter den besonderen Bedingungen mit entsprechender Vorsicht durchgeführt wird.

Wo sonst das kulturelle Leben der Herzogstadt blüht, stapelten sich am Dienstag bereits am frühen Nachmittag zahlreiche Pakete, gefüllt mit Lebensmitteln, Spielzeug und weihnachtlicher Dekoration. Die Jülicher Tafel hatte sich dazu entschieden, die traditionelle Weihnachtskistenaktion in diesem Jahr wieder im Kulturbahnhof durchzuführen – und nicht nur die Vorsitzende Maria Güldenberg ist begeistert.

„Die Spendenbereitschaft ist ungebrochen, gefühlt hat sie sogar noch zugenommen”, stellt sie fest. Von elf bis 20 Uhr konnten Vereine, Firmen, Schulen und Privatperson ihre Weihnachtspakete dort abliefern. Am Mittwoch und Donnerstag kommen dann die Kunden der Tafel vorbei, um sie abzuholen. Natürlich habe man der aktuellen Situation Rechnung tragen müssen, sagt Güldenberg. Die Halle werde gut durchgelüftet, zudem habe die Tafel im Vorfeld an alle Interessenten Zeitfenster verteilt, damit es keinen zu großen Andrang gibt.

„Normalerweise stöbern die Kunden durch die Reihen voller Pakete. Das ist in diesem Jahr leider nicht möglich. Wir haben die Spenden daher nach Personenanzahl sortiert und unsere Mitarbeiter stellen die dann am Mittwoch und Donnerstag auf die Ausgabetische”, erläutert die stellvertretende Vorsitzende Edelgard Heidelberg. Unterstützung erhalten sie dabei von der KG Ulk Jülich – sowohl materiell in Form von gespendeter Kamelle, als auch mit direkter Hilfe vor Ort. „So können wir immerhin nun etwas Gutes tun, nachdem die Session ausfällt”, erklärt Karnevalist Cornel Cremer.

Für die Tafel ist es ohnehin eine Zeit, die Kreativität erfordert. Ein Hygienekonzept musste sowohl für den regulären Betrieb, als auch für die Weihnachtskistenaktion abgesegnet werden, trotzdem schließt die Tafel aus Sicherheitsgründen vorübergehend. Weiterhin wird jedoch am Lieferdienst für ältere und kranke Kunden festgehalten. „Das ist für die ganz wichtig. Abgesehen von den Lebensmitteln ist das ja auch etwas wie Besuch kriegen. Natürlich halten wir uns dabei an Maskenpflicht und die nötigen Abstände”, sagt Güldenberg.

Die Kreativität, die die Spender an den Tag legen, ist unübersehbar. Mit Tannenzweigen, Kerzen und Dekorationen erhalten die Pakete das richtige Flair für die Weihnachtszeit. „Es war uns auch wichtig, dass wieder gepackt werden kann. Das macht den Menschen auch beim Basteln eine große Freude”, stellt Güldenberg fest, die unter anderem von 20 Studenten Anmeldungen zur Weihnachtskistenaktion bekommen hat.

„Wir wollen uns ganz herzlich für die tolle Unterstützung bedanken, denn wir wissen, dass es für viele nicht einfach ist in diesem Jahr.” Dank der Hilfsbereitschaft sei es auch möglich, dass sich Nicht-Kunden in entsprechender Lage bei der Tafel melden können, um übrigbleibende Kisten abzuholen, damit so vielen Menschen im Jülicher Land wie möglich damit eine Freude bereitet werden kann.