Jülich: Woge bietet Jülich neun Flüchtlingswohnungen an

Jülich: Woge bietet Jülich neun Flüchtlingswohnungen an

Die Wohnungsbaugenossenschaft Jülich (Woge) plant, eines ihrer Objekt für Flüchtlinge zur Verfügung zu stellen. Das kündigte Geschäftsführer Reinhard Steiner gegenüber unserer Zeitung an. Am Wallgraben verfüge die Woge über neun leerstehende Wohnungen mit einer Fläche von insgesamt 475 Quadratmetern.

„Eigentlich war geplant, diese Wohnungen abzureißen“, sagte Steiner. Jetzt soll mit der Stadt über die Nutzung als Flüchtlingsheim gesprochen werden. „Wir werden die Wohnungen mit dem Sozialamt und dem Liegenschaftsbetrieb besichtigen“, sagte Steiner. Das betonte auch Doris Vogel, die Leiterin des Jülicher Sozialamtes. „Wir schauen uns alle Objekte an, die uns angeboten werden. Wir haben großen Bedarf“, betonte Vogel.

Problem nicht gelöst

Denn mit dem Anmieten des Hotels „Alte Post“ in der Innenstadt sei das Problem der Unterbringung bei weitem nicht gelöst. Aktuell muss Jülich 241 Flüchtlinge unterbringen. Die Zahl hat sich damit in einem Zeitraum von einem Jahr erheblich erhöht. „Im November haben wir 23 neue Flüchtlinge bekommen. Am Montag kommt eine fünfköpfige Familie neu dazu“, sagte Vogel. „Wie diese Entwicklung weiter geht, wissen wir einfach nicht“, betonte Vogel, die die Vermutung äußerte, dass die Zahl von 20 Neuankömmlingen pro Monat für Jülich künftig noch übertroffen werden könnte.

(jan)
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