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Lebensmittelspenden: Wieder werden Kisten für Studenten gesammelt

Lebensmittelspenden : Wieder werden Kisten für Studenten gesammelt

Die Lebensmittelspendenaktion „Pfingsten im Schuhkarton“ sollte eigentlich nur einmalig stattfinden. Doch die Pandemie hält auch in diesem Jahr an. Und viele Studierende sind in Not.

Gibt es in Jülich wirklich Studierende, die auf Lebensmittelspenden angewiesen sind? „Vor zwei Jahren hätte ich diese Frage noch mit Nein beantwortet“, sagt Alexander Peters, Leiter der Katholischen Hochschulgemeinde (KSG). Doch aufgrund der Pandemie sei die Not vieler Studierender groß geworden. Die Gastronomie musste schließen, ebenso die Geschäfte. Dadurch verloren viele ihre Jobs.

Besonders hart habe es internationale Studierende getroffen. Sie müssen nicht nur Miete, sondern auch Krankenversicherung zahlen, sind nicht über die Familie mitversichert. Wegen ihres Aufenthaltsstatus dürfen sie keine Sozialhilfe beantragen. Und die Lage in ihren Heimatländern bei ihren Familien ist häufig weit gravierender als in Deutschland, so dass von dort auch keine Hilfe kommen kann. Die KSG unterstützt die Bedürftigen mit Beihilfen aus Kirchensteuermitteln. Doch auch dieser Topf sei irgendwann ausgeschöpft, sagt Peters.

Im vergangenen Jahr, als die Situation noch schlimmer war als heute, hat er zum ersten Mal die Lebensmittelspendenaktion „Pfingsten im Schuhkarton“ organisiert. Um ein Zeichen der Hoffnung zu setzen, aber auch, um auf die Situation der Studierenden aufmerksam zu machen. „Ich dachte, wenn wir 50 Kisten sammeln, ist das ein Riesenerfolg“, erzählt Peters. Es wurden 120 Kisten.

Eigentlich war das als einmalige Aktion gedacht. Doch die Coronavirus-Pandemie hält an. Die Situation ist zwar besser als vor einem Jahr, aber noch nicht gut. Deshalb wird auch jetzt wieder die Lebensmittelspendenaktion stattfinden – in der Hoffnung, dass sie ähnlich erfolgreich sein wird wie vergangenes Jahr.

An zwei Tagen können Kisten in der Christinastube abgegeben werden (siehe Infobox). Für den Inhalt der Kisten bieten sich lange haltbare Grundnahrungsmittel an. Statt verderblicher Lebensmittel kann man einen Gutschein dazulegen. So können die Studierenden die benötigten Waren frisch holen. Eine empfohlene Packliste ist auf der Homepage der KSG zu finden.