Schadenträchtiger Lkw-Verkehr: Wieder landet ein Lkw im Eckhaus an der Rurstraße/Erwartsweg

Schadenträchtiger Lkw-Verkehr : Wieder landet ein Lkw im Eckhaus an der Rurstraße/Erwartsweg

Zum wiederholten Mal ist das Eckhaus Rurstraße/Erwartsweg beschädigt worden - diesmal sei sogar ein Stahlträger verbogen worden. Trotz einem Durchfahrtsverbot für Lkw ist ein Sattelzug gegen den Vorbau gestoßen.

Das Integrierte Handlungskonzept (IHK), das den Verkehr in der Linnicher Innenstadt schon seit zwei Jahren lähmt, hat am Dienstag einen weiteren Kollateralschaden gefordert.

Gegen 5.30 Uhr war ein Sattelzug mit Auflieger auf dem Weg zur SIG auf der für Lkw gesperrten Rurstraße unterwegs und angesichts der dortigen Baustelle in den Ewartsweg abgebogen, wo der 36-jährige Fahrer aus Rumänien mit dem Auflieger gegen den Vorbau des Eckhauses Rurstraße/Ecke Ewartsweg stieß und dieses so stark beschädigte, dass Feuerwehr und Technisches Hilfswerk hinzugezogen wurden.

Nicht zum ersten Mal, wie der Besitzer des Wohn- und Geschäftshauses berichtet, der eine kurze Notiz zum Unfallschaden sowie eine Reihe von Fotos seines Hauses an die Redaktion schickte. „Das wird sich nicht ändern“, sagte er beinahe resignierend nach dem dritten oder vierten derartigen Vorfall. Diesmal sei sogar ein Stahlträger verbogen worden, berichtet der Geschädigte, der anregt, an diesem neuralgischen Punkt einen Poller anzubringen, der die schadenträchtige Beweglichkeit von Fahrzeugen dort stark einschränken würde.

Die Stadt Linnich hatte schon vor einiger Zeit versucht, das Übel bei der Wurzel zu packen und die Hersteller von Navigationssystemen dazu zu bewegen, bestimmte Routen durch die Linnicher Innenstadt gar nicht mehr auszuweisen. Doch selbst, wenn so verfahren worden ist, müssten die Nutzer dieser Systeme ihre Karten regelmäßig aktualisieren, um diese Strecken nicht mehr angezeigt zu bekommen. Das war im vorliegenden Fall offenbar nicht so, zumal das Durchfahrtverbot für Lkw dort zum wiederholten Mal ignoriert worden ist.

Wie die Polizei auf Anfrage ergänzt hat, ist der Fahrer des Sattelzuges, der ein niederländisches Kennzeichen hat, mit einem Verwarngeld davongekommen. Seine rumänische Firma wird sich aber auf Regressansprüche des Hausbesitzers einstellen müssen.

(ahw)
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