Jülich: Wie Schach mit 200 Sachen pro Stunde

Jülich : Wie Schach mit 200 Sachen pro Stunde

Die Aussage klingt wie die eines Kindes: „Im Sand spielen macht Spaß.“ Das hat Rainer Drucks am Donnerstag gesagt und es auch genau so gemeint. Allerdings hatte der Erwachsene aus Aachen keine Förmchen und Eimer mitgebracht, sondern eine kurze Hose.

Er gehörte zu den Teilnehmern der jüngsten Aboplus-Aktion unserer Zeitung. Leser konnten sich bewerben für einen zweistündigen Workshop mit dem renommierten Beachvolleyball-Trainer Bernd Werscheck im Rahmen des DKB Beach-Cups. Werscheck hat in der Halle in Düren Bundesliga trainiert und zudem ein Frauen-Team bis zu den Olympischen Spielen gebracht. Teilnehmerin Susanne Häner aus Nideggen kann sich vorstellen, warum: „Er ist ein toller Motivator“, sagte sie. Wie ihre Mitspielerin Sabine Rank aus Düren nutze sie die Chance, Volleyball-Kenntnisse aufzufrischen. „Ich sehe Beachvolleyball oft im Urlaub, habe mich aber nicht getraut, mitzuspielen“, erklärte sie. Die Techniken seien mit der Zeit etwas verloren gegangen. Jetzt sind sie aufgefrischt, der nächste Urlaub kann kommen.

Viele Leser hatten die jüngere Generation an den Start des Workshops geschickt. Werscheck zeigte ihnen nicht nur Techniken wie Pritschen und Baggern. Er betonte auch immer wieder, dass in jeder Sekunde mitgedacht werden muss. Bei einer Übung sollte der Ball hin und her gespielt werden, bei jeder Berührung sollte in Dreierschritten gezählt werden. „Beachvolleyball ist wie Schach mit 200 Stundenkilometern“, sagte der erfahrene Trainer, dass die Spieler wach sein müssen.

Vom Training und von der Anlage begeistert zeigten sich Moritz (15) und Linus (13) Borrell aus Jülich. „Volleyball macht immer Spaß. In diesem Sand erst recht.“ Das gilt offenbar für Jung und Alt.

(jan)
Mehr von Aachener Nachrichten