Jülich: Wie Friedrich Schiller will Klemens Freude auslösen

Jülich: Wie Friedrich Schiller will Klemens Freude auslösen

Mit neuem Elan will Christoph Klemens, der zwölf Jahre lang im Jülicher Kulturbahnhof tätig war, die Kulturarbeit der Stadt Jülich erfüllen. Als Nachfolger von Marianne Lohmer ist er seit zwei Monaten im Brückenkopf-Park für das Kulturmanagement zuständig.

„Es ist eine sehr fruchtbare Zusammenarbeit”, sagte Park-Geschäftsführerin Dr. Dorothee Esser bei der Vorstellung des neuen städtischen Kulturkonzepts. Klemens hat aus einem schier unerschöpflichen Pool von Ideen geschöpft hat und für die kommenden Monate ein reichhaltiges Programm erarbeitet.

„Der Aufsichtsrat des Parks hat diesen Ideen bereits begeistert zugestimmt”, so Esser. Die Ideen stehen unter dem Motto Freude. „Damit ist Freude nach der Interpretation von Friedrich Schiller gemeint, also das Prinzip, das alles Leben antreibt.

Ich möchte Freude an Kultur von einem kurzweiligen Vergnügen unterscheiden. Kulturveranstaltungen sollen Freude auslösen, sie sollen Menschen bewegen und lange in Erinnerung bleiben”, so Klemens.

Eine Mitteilung lasst die Herzen der Jülicher Theaterfreunde jedoch mit Sicherheit höher schlagen: „Die Theaterreihe wird in der Spielzeit 2009/2010 mit vier Veranstaltungen mit Abo fortgesetzt”, kann Klemens bereits jetzt verkünden. Passend zum Motto Freude stehen vier Stücke zur Auswahl: Kay Pollacks „Wie im Himmel”, Robert Musils „Die Verwirrungen des Zöglings Törless” und Justine des Cortes Stück „Die Ratte”, die von einem Ensemble des Rheinisches Landestheaters Neuss auf die Bühne gebracht werden.

Zudem soll das Grenzlandtheater Aachen das Stück „Die Kaktusblüte” von Pierre Barrilet und Jean-Pierre Grédy zeigen. Ein Stück liegt dem Kulturbeauftragten ganz besonders am Herzen: „Schwarze Jungfrauen”. „In dem Stück des Westfälischen Landestheaters geht es um Migrantinnen in Deutschland und es nimmt hochaktuellen Stoff auf.

Allerdings eignet es sich nicht für die Abo-Reihe. Trotzdem werden wir versuchen, es in einem kleinen Rahmen auf eine Jülicher Bühne zu bekommen. Vielleicht wird es sogar in der evangelischen Kirche aufgeführt”, so Klemens.